• Ein Gespräch mit Juden über Jesaja 53: Das »verbotene Kapitel« der hebräischen Bibel

    Das »verbotene Kapitel« der hebräischen Bibel

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    Die Reaktion: Das habe ich so noch nie gehört! Von Ariel Hyde

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Dienstag, 21 Oktober 2014 – 07:05 Uhr

Transkript der Predigt von Präsident Ted N. C. Wilson anlässlich der Herbstsitzung des GK-Exekutivausschusses 2014: Gottes prophetische Bewegung, ihre Botschaft, ihr Auftrag und der Versuch Satans, sie außer Gefecht zu setzen

Gottes prophetische Bewegung, ihre Botschaft, ihr Auftrag und der Versuch Satans, sie außer Gefecht zu setzen

Bild: Ansel Oliver / ANN

Die neueste Predigt von Ted Wilson. Wieder voller Schubkraft. In einem guten halben Jahr sind Wahlen. Wird er uns als GK-Präsident erhalten bleiben? Wichtiger aber: Lasse ich mich durch seine Botschaft aufwecken und motivieren?

Seid nüchtern und wacht!

1. Petrus 5,8.9: »Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.«

Patriarchs and Prophets (503): »Satan ist ununterbrochen am Wirken und unternimmt Anstrengungen, das, was Gott gesagt hat, zu verdrehen, das Denken zu verblenden und das Verständnis zu trüben mit dem Ziel, die Menschen zur Sünde zu verleiten. Aus diesem Grund drückt sich der Herr so präzise und eindeutig aus und hat seine Forderungen so klar verständlich formuliert, damit niemand sie missverstehen kann. Gott ist ununterbrochen darum bemüht, die Menschen nahe zu sich zu ziehen, unter seinen Schutz, damit Satan nicht seine grausame, täuschende Macht über sie ausüben kann.«

Ohne zu zögern können wir hier bei der Jahressitzung 2014 des Exekutivausschusses als Siebenten-Tags-Adventisten der Aussage zustimmen, dass Gott uns in diesen letzten Stunden der Weltgeschichte einen ganz besonderen Auftrag gegeben hat – und dass der Teufel vor Zorn tobt.

Dies wird uns in der Offenbarung anschaulich vor Augen geführt. In Kapitel 10 wird die Erfahrung unserer Adventpioniere vorhergesagt, wie sie die Wiederkunft Christi erwarteten. Nach der Enttäuschung, die als eine Erfahrung beschrieben wird, die »bitter im Bauch« ist, wurde ihre Aufmerksamkeit auf das Werk Christi im himmlischen Heiligtum gerichtet und auf den göttlichen Auftrag, »abermals zu weissagen über viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige«.

Diese prophetische Bewegung, die in Offenbarung 12,17 als Gottes Volk der Übrigen beschrieben wird, welche die »Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben«, kann heute nur in einer Glaubensgemeinschaft gefunden werden: der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Es ist deshalb keine Überraschung, dass Satan mit unbändiger Wut Krieg gegen uns führt.

In Kapitel 13 wird die Doppelstrategie von Satans Kriegsplan zur Vernichtung der endzeitlichen Gemeinde Gottes beschrieben: erstens ein ideologischer Krieg von Lügen und Irrtümern, die gegen die Wahrheit gerichtet sind, und zweitens »Feuergefechte« – direkte Verfolgung, die in einem Todeserlass gegen alle diejenigen gipfelt, die seiner angemaßten Autorität die Unterwerfung verweigern.

Aber Gottes Kinder sind nicht nur Opfer der Angriffe Satans. Offenbarung 14 enthüllt die Gegenoffensive Gottes – wie sein Volk der Übrigen seinen Charakter offenbart und Gottes letzten Aufruf an die Welt verkündigt: die dreifache Engelsbotschaft.

Die eindringliche Wahrheit dieser einzigartigen Botschaften würde die Täuschungen Satans vollständig entlarven, wenn sie so verkündigt würde, wie es Gottes Absicht ist. Die Botschaft des ersten Engels verkündet der Welt das Evangelium und kündigt an, dass wir in der Zeit des Untersuchungsgerichts leben, das direkt vor der Wiederkunft stattfindet. Jede Nation, jeder Stamm, jede Sprache und jedes Volk sind aufgerufen, Gott als den Schöpfer zu ehren, indem sie seinen Sabbat des siebten Tages heilighalten. Der zweite Engel kündigt den Fall Babylons an. Und schließlich warnt uns der dritte Engel – mit absolut unmissverständlichen Worten – davor, das Tier oder das Bild des Tieres anzubeten oder das Malzeichen seiner Rebellion zu empfangen, welches ein Zeichen der Untreue dem Wort Gottes gegenüber darstellt.

Es ist von daher nicht verwunderlich, dass Satan alles in seiner Macht Stehende tut, um die Bewegung der Siebenten-Tags-Adventisten zu attackieren. Er muss versuchen, in dem Territorium, das er als sein eigenes beansprucht, unseren Einfluss zu neutralisieren. Wenn wir um die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes beten sowie für eine Reformation und eine Erweckung zu echter Frömmigkeit, dann greift der Teufel jeden Einzelnen von uns an – auf jedem Schritt, den wir tun.

In The Great Controversy (396) wird uns gesagt: »Der Fürst des Bösen macht den Nachfolgern Gottes jeden Zentimeter Boden streitig, den sie auf ihrer Reise zur himmlischen Stadt zurücklegen. In der gesamten Geschichte der Gemeinde hat es nie eine Reformation gegeben, bei der man nicht mit ernsten Hindernissen konfrontiert war.«

Obwohl ganz sicher irgendwann Verfolgung im großen Stil auf uns zukommt, versucht Satan gegenwärtig, von innen heraus zu arbeiten und die Gemeinde durch Meinungsverschiedenheiten, Zwiespalt und Anpassung an die Welt zu schwächen.

In Testimonies, Bd. 3, (434) lesen wir: »Satan ist ununterbrochen bestrebt, eine Spaltung im Glauben und den Herzen der Nachfolger Gottes zu bewirken. Er weiß sehr wohl, dass Einigkeit ihre Stärke, Spaltung jedoch ihre Schwäche ist. Es ist wichtig und grundlegend, dass sich alle Nachfolger Christi über die Methoden Satans im Klaren sind, seinen Attacken mit einer geschlossenen Front begegnen und ihn so zurückschlagen. Sie müssen kontinuierliche Anstrengungen unternehmen, sich eng aneinander zu schließen, auch wenn das ein persönliches Opfer bedeuten sollte.«

Satan versucht außerdem, unsere Anstrengungen zu neutralisieren, indem er die Menschen mit weltlichen Aktivitäten ablenkt – mit Dingen wie Sport-Wettkämpfen, Internet, sozialen Netzwerken, Fernsehen, Unterhaltung und allen möglichen anderen Beschäftigungen, die unsere Aufmerksamkeit gefangen nehmen. Er trachtet danach, Menschen ganz beschäftigt zu halten mit Geldgeschäften und materiellen Angelegenheiten. Er bringt Menschen dahin, gesundheitsschädliche Gewohnheiten zu pflegen und Gottes Naturgesetze zu vernachlässigen, wodurch die Verstandeskraft geschwächt und die Sinne betäubt werden. Er nimmt den Zweifel zu Hilfe, indem er Skepsis bezüglich der Glaubwürdigkeit des biblischen Berichts über den Ursprung des Lebens und die frühe Erdgeschichte aufbringt. Er versucht, Auseinandersetzungen und Uneinigkeit in Bezug auf biblische Lehren zu schaffen, um unsere evangelistischen Unternehmungen zum Erliegen zu bringen und uns dahin zu bekommen, dass wir uns gegenseitig misstrauen und bekämpfen.

Er drängt Personen dahin, unabhängig von der Hauptgemeinde zu agieren. (Manuscript Release 20, Seite 369). Aber der Geist der Weissagung vergleicht die Gemeinde mit einer siegreichen Armee, die sich in Einmütigkeit vorwärtsbewegen sollte. Manuscript 37, 1886, erinnert uns daran, dass »keiner unabhängig vom Zentrum agieren darf«, und dass unabhängige Aktionen »der Sache schaden und einen Zustand der Unordnung zur Folge haben werden.«

Wir werden sogar gewarnt, dass Satan am Ende der Zeit Personen einflüstern wird, eine Reformation innerhalb der Gemeinde bedeute, unsere besonderen Lehren aufzugeben, so dass wir es den Menschen leichter machen, Adventisten zu werden – und sie werden diese Idee verkündigen.

Aber hören wir, was uns in The Great Controversy (509) dazu gesagt wird: »Indem sich die Kirche weltlichen Gebräuchen anpasst, bekehrt sie sich zur Welt; niemals aber bekehrt sie dadurch die Welt zu Christus. Wer mit der Sünde vertraut ist, wird sie unausweichlich weniger abstoßend finden. Wer sich bewusst mit Satans Dienern einlässt, wird bald die Furcht vor ihrem Meister verlieren.« (VSzL 342)

Meine Schwestern und Brüder, unsere einzige Hoffnung ist, dass wir im Glauben am Worte Gottes festhalten, seinen inspirierten Ratschlägen Vertrauen schenken, inbrünstig beten und uns vom Heiligen Geist führen lassen. Ohne diese himmlischen Kompassmarkierungen würden wir ganz sicher den Irreführungen Satans zum Opfer fallen.

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AUFMERKSAME ZUHÖRER: EIN VOLLBESETZTER SAAL BEI DER PREDIGT VON WILSON, LEITER DER ADVENTGEMEINDE, AM 11. OKTOBER 2014 AM HAUPTQUARTIER DER WELTKIRCHE IN SILVER SPRING, MARYLAND. FOTO: ANSEL OLIVER / ANN

Macht keine »gymnastischen Verrenkungen« bei der Interpretation der Bibel

Die historisch-kritische Methode oder höhere Kritik der Bibelauslegung hat negative Auswirkungen auf ein klares Verständnis der Inhalte und Themen der Bibel. Wenn wir durch das Studium des Wortes Gottes seinen Willen erfahren möchten, sollten wir uns nicht auf Merkwürdigkeiten versteigen und bei der Interpretation ›gymnastische Verrenkungen‹ machen, um Schlussfolgerungen zu ziehen, die ein schlichtes Lesen des Wortes nicht hergibt.

Auf einer meiner kürzlichen Reisen lernte ich ein interessantes afrikanisches Sprichwort kennen: »Wenn man die Bibel auf den Kopf gestellt liest, dann ist die Folge ein auf den Kopf gestelltes Verständnis«. In The Great Controversy (598) heißt es: »Die Ausdrücke der Bibel sollten nach ihrer offensichtlichen Bedeutung erklärt werden, es sei denn, es werden Symbole oder Bilder verwendet … Wenn die Menschen die Bibel einfach beim Wort nähmen und es keine falschen Lehrer gäbe, die ihren Geist täuschen und sie verwirren, dann könnte ein Werk vollbracht werden, das Engel glücklich machen und Abertausende, die jetzt im Irrtum leben, zur Herde Christi führen würde.« (VSzL 410)

In Acts of the Apostles (474) wird uns genau die Methode beschrieben, die der Teufel anwenden wird, um unseren Auftrag zu demontieren und zu neutralisieren: »So wie die Menschen zur Zeit der Apostel versuchten, den Glauben an die Heilige Schrift durch Überlieferung und Philosophie zu zerstören, so versucht der Feind der Gerechtigkeit auch heute, Seelen auf unerlaubte Pfade zu lenken. Er benutzt dazu die attraktiv erscheinenden Ansichten der höheren Bibelkritik [historisch-kritische Bibelauslegung], der Evolution, des Spiritismus, der Theosophie und des Pantheismus. Für viele ist die Bibel wie eine Lampe ohne Öl, weil sie ihr Denken in das Fahrwasser spekulativer Ansichten haben lenken lassen, und die Folge sind Verwirrung und ein falsches Verständnis. Das Resultat der Beschäftigung mit der höheren Bibelkritik, bei der Mutmaßungen angestellt werden und das Wort auseinandergenommen und umgebaut wird, ist, dass der Glaube an die Bibel als göttliche Offenbarung zerstört wird. Sie beraubt das Wort Gottes seiner Kraft, das Leben des Menschen zu leiten, zu erbauen und zu inspirieren. Der Spiritismus pflanzt Massen von Menschen den falschen Glauben ein, dass die Begierde das höchste Gesetz ist, dass Zügellosigkeit Freiheit ist, und dass der Mensch niemandem Rechenschaft schuldig ist außer sich selbst.«

Jesus warnt uns in Matthäus 24,24 vor den Plänen Satans: »Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch« – dich und mich – »die Auserwählten zu verführen.«

Im Lichte unseres Verständnisses über die Ereignisse der Endzeit ist es absolut grundlegend, dass wir wissen, was wir glauben und warum wir es glauben. In The Faith I Live By (345) werden wir ermahnt, die Heilige Schrift zu studieren, und hier besonders die Offenbarung: »Wir sollten dem Studium der Bibel mehr Zeit einräumen. Wir verstehen Gottes Wort nicht so, wie wir es eigentlich sollten. Das Buch der Offenbarung wird eingeleitet mit einer Aufforderung an uns, dass wir die darin enthaltenen Unterweisungen verstehen sollen … Wenn wir wirklich begreifen, welche Bedeutung dieses Buch für uns hat, wird es unter uns eine große Erweckung geben.«

Wir dürfen heute, als Verantwortungsträger der Gemeinde Gottes, uns nicht abwenden von der Aufgabe, die uns vom Himmel übertragen wurde. Unsere Verantwortung als Gottes demütige Leiter ist, mit gutem Beispiel voranzugehen, wenn es um eifriges Bibelstudium und unablässiges Gebet geht. Wer das Studium vernachlässigt, wird irgendwann Irrtümer als Wahrheit annehmen, weil Gottes Wahrheit nicht tief in seinem Denken verwurzelt worden ist. (The Great Controversy, 523)

The Great Controversy (593) sagt uns: »Nur wer sein Denken durch die Wahrheiten der Bibel wie mit einem Schutzwall umgeben hat, wird in der letzten großen Auseinandersetzung standhaft bleiben.«

Meine Freunde, ich möchte an euch den dringenden Appell richten, dass jeder von uns das Wort Gottes studiert, es auswendig lernt und dadurch sein Denken wie mit einem Schutzwall umgibt, so dass wir nicht durch die endzeitlichen Täuschungen Satans von der Wahrheit zum Irrtum abgewendet werden. (Signs of the Times, 11. Nov. 1889)

Wir haben nicht mehr viel Zeit auf dieser Erde. Die Gnadenzeit wird bald zu Ende gehen. Jetzt müssen die Vorbereitungen getroffen werden für den Moment, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten, indem wir Buße tun und unsere Sünden ablegen. In The Great Controversy (425) wird uns erklärt: »Die auf Erden lebenden Gläubigen werden ohne Vermittler vor dem Angesicht eines heiligen Gottes bestehen müssen, wenn die Fürbitte Christi im himmlischen Heiligtum aufhört. Ihre Kleider müssen fleckenlos, ihr Charakter von der Sünde mit Blut gereinigt sein. Mit Gottes Hilfe und durch eigenes sorgfältiges Bemühen müssen sie Sieger im Kampf mit dem Bösen sein.« (VSzL 287)

Wir sollten allerdings dieses Zitat nicht falsch interpretieren und auch nur einen Augenblick lang denken, dass wir Christus nicht brauchen und dass wir durch unsere eigenen Werke die Erlösung bewirken können. Siebenten-Tags-Adventisten glauben, dass wir nur durch Gnade und die Gerechtigkeit Christi das ewige Leben erlangen.

Wenn allerdings die Gnadenzeit zu Ende geht, ist das Werk der Fürsprache abgeschlossen. Unser Charakter ist festgelegt und unser ewiges Schicksal endgültig entschieden. Aus diesem Grund müssen wir täglich Erweckung und Reformation erleben – durch unser Bibelstudium und unsere Verbindung zu Christus im Gebet. Wir müssen seine allumfassende Gerechtigkeit durch Rechtfertigung und Heiligung empfangen, indem wir Tag für Tag, durch seine Kraft, ihm immer ähnlicher werden.

In Steps to Christ (62) lesen wir: »Wir können keine eigene Gerechtigkeit vorweisen, mit der wir den Forderungen des göttlichen Gesetzes entsprechen können. Aber Christus hat für uns einen Ausweg geschaffen. Er lebte auf der Erde inmitten derselben Prüfungen und Versuchungen, wie sie auch uns begegnen. In seinem Leben gab es keine Sünde. Er starb an unserer Stelle, und jetzt bietet er uns an, unsere Sünden auf sich zu nehmen und uns dafür seine Gerechtigkeit zu geben. Wenn du dich ihm übergibst und ihn als deinen Erretter annimmst, dann wirst du, egal wie viele Sünden du in deinem Leben begangen haben magst, um seinetwillen als gerecht angesehen. Christi Charakter steht dann an der Stelle deines Charakters, und du wirst vor Gott so angenommen, als ob du nicht gesündigt hättest. Aber mehr als das: Christus verändert dein Herz. Durch den Glauben wohnt er in deinem Herzen. Deine Aufgabe ist es, diese Verbindung mit Christus durch Glauben und die fortgesetzte Übergabe deines Willens an ihn aufrechtzuerhalten. Solange du das tust, wird er in dir das Wollen und das Vollbringen wirken, nach seinem Wohlgefallen. Es gibt also in uns selbst nichts, auf das wir stolz sein könnten. Es gibt keinerlei Veranlassung dafür, unser eigenes Ich irgendwie herauszustellen. Unsere einzige Grundlage der Hoffnung ist die Gerechtigkeit Christi, die uns zugerechnet wird, und die dann durch seinen Geist in uns und durch uns wirksam ist.«

Auch in Faith and Works (25f) wird diese wichtige Beziehung zu Christus angesprochen: »Wenn die Menschen erkennen, dass sie sich die Gerechtigkeit nicht durch die Verdienste ihrer eigenen Werke verdienen können, sondern auf Jesus Christus schauen als ihre einzige Hoffnung und sich unerschütterlich und vollständig von ihm abhängig machen, dann hört es auf, dass wir dem eigenen Ich so viel und Jesus so wenig Platz einräumen … Gott wirkt und arbeitet zusammen mit den Gaben, die er dem Menschen verliehen hat, und der Mensch kann, indem er Teilhaber der göttlichen Natur wird und das Werk Christi tut, zu einem Überwinder werden und so das ewige Leben gewinnen … Das Zusammenspiel von göttlicher Macht und menschlichem Agieren wird zu einem vollständigen Erfolg führen, denn die Gerechtigkeit Christi ist es, die alles bewerkstelligt.«

Christi Gerechtigkeit ist allumfassend. Aus uns selbst heraus gibt es nichts, das wir vorzuweisen hätten. Wir sind vollständig abhängig von ihm. Völlige Übergabe an Gott und Demut vor ihm sind notwendig für die Entscheidungen bei dieser Jahressitzung und für die Tage, die vor uns liegen, in denen wir damit rechnen müssen, dass Satan die größten Anstrengungen unternimmt, unsere Arbeit für Gott zu behindern. Nur indem wir uns vollständig abhängig von Christus machen und auf seine Gerechtigkeit und Macht vertrauen, werden wir den Sieg erleben. In diesem geistlichen Krieg wird der Sieg in Christus und in ihm allein errungen.

Und, meine Brüder und Schwestern, in einem könnt ihr euch sicher sein: Dieser Krieg ist sehr real. Die Attacken des Teufels sind nicht nur Theorie, und wir können ihnen ohne Gottes ununterbrochene Stärke nicht widerstehen.

Der Teufel versuchte, meine Familie außer Gefecht zu setzen

 

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FAMILIE WILSON: PRÄSIDENT TED N. C. WILSON (MITTE) MIT SEINER FRAU NANCY (RECHTS) UND IHREN KINDERN UND ENKELKINDERN, AUFGENOMMEN WEIHNACHTEN 2013. EDWARD IST DAS BABY OHNE DEN SCHNULLER AUF DEM ARM VON TED WILSON. JAMES WIRD GEHALTEN VON DER ENKELIN AUF DEM SCHOß VON NANCY WILSON. FREUNDLICHERWEISE ZUR VERFÜGUNG GESTELLT VON FAMILIE WILSON.

Ich möchte euch einige Erfahrungen aus meiner eigenen Familie berichten, die wir vor kurzem erleben mussten. Wir haben drei wundervolle Töchter und Schwiegersöhne sowie acht wunderbare Enkelkinder. Viele von euch haben schon von Edward gehört, unserem kleinen 2-jährigen Enkel, dem Sohn von unserer ältesten Tochter Emilie und ihrem Mann Kameron. Ihr habt vielleicht von Edwards Kampf mit dem Krebs innerhalb der letzten acht Monate gehört und den Resultaten.

Während wir einerseits Gott dafür preisen, dass er inzwischen frei von Krebs ist, müssen wir sagen, dass er immer noch an einer ganzen Anzahl von neurologischen Problemen leidet, weil sein Körper Antikörper gegen den Krebs entwickelt hat, die jetzt sein Gehirn angreifen. Wir danken Gott, dass durch die Therapie bei Edward gewisse Fortschritte zu erkennen sind, aber die Zukunft muss erweisen, ob er vollständig wiederhergestellt werden kann, was unsicher ist.

Was die meisten von euch nicht wissen, ist, dass bei dem 15 Monate alten Sohn von unserer zweiten Tochter Elizabeth und ihrem Mann David die Diagnose eines sehr seltenen genetischen Defekts gestellt wurde. Tatsächlich ist diese Mutation so selten, dass sie bisher nur bei zwei anderen Personen in der Welt aufgetreten ist.

Der kleine James ist so ein Schatz und unsere Herzen sind voller Schmerz, wenn uns der Ernst seiner Lage bewusst wird und welche Bedrohung dies für sein zukünftiges Wohlergehen bedeutet. Das ist kein leichter Weg, und ich möchte euch bitten, dass ihr James und seine Eltern in euren Gebeten vor Gott bringt.

Und vor drei Wochen mussten wir erleben, dass unsere dritte Tochter Catherine und ihr Mann Bob, die ihr drittes Kind erwarteten, dieses Kind, unser neuntes Enkelkind, verloren haben. Nach nur vier Monaten Schwangerschaft erlitt sie eine Frühgeburt, und sie hielt den kleinen Jungen in ihrer Hand, einen vollständig ausgebildeten Körper. Wenn der Herr wiederkommt, wird ihr kleiner Sohn in die Arme von Catherine gelegt werden und im Himmel aufwachsen.

Innerhalb des letzten Jahres hat der Teufel versucht, jede einzelne unserer drei wundervollen Töchter, deren Familien und uns als Eltern außer Gefecht zu setzen. Aber es wird ihm nicht gelingen. Gott hat die Kontrolle. Er wird der Sieger sein. Der Glaube meiner Töchter und ihrer Familien und von uns allen ruht fest in Gott!

Meine Brüder und Schwestern, keiner von uns ist ausgenommen von den Attacken des Teufels, wenn dieser versucht, unsere Arbeit für den Herrn ihrer Wirkung zu berauben. Jeder von uns ist hier betroffen. Es gibt viele in diesem Raum, die durch noch viel schlimmere Umstände gehen. Wir können nur stark sein, wenn wir uns vollständig auf Gottes Macht verlassen, dass sie uns erhält und uns hilft, ihm immer ähnlicher zu werden.

Wenn wir uns anschauen, wie sich die Dinge in der Welt in allen Bereichen dramatisch zuspitzen – in der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Ökologie und der Ökumene – kann es da noch irgendeinen Zweifel geben, dass wir die Zeichen der baldigen Wiederkunft Jesu vor Augen haben?

Der Teufel wird versuchen, unsere Effektivität und Leistungsfähigkeit durch schreckliche körperliche Angriffe auszuschalten. Bitte betet für unsere lieben Gemeindeglieder in Westafrika, die mit diesem entsetzlichen Ebola-Virus konfrontiert sind, durch den bereits tausende Menschen infiziert wurden und gestorben sind. Betet für diejenigen, die im Einsatz sind, um das Leiden zu lindern, auch für unser adventistisches Cooper-Hospital in Monrovia, Liberia.

Der Teufel möchte die Verkündigung der Adventbotschaft durch Kriege und Geschrei von Kriegen übertönen. Betet für die wenigen Gemeindeglieder, die wir noch im Irak haben, und die Handvoll von Gemeindegliedern in Syrien. Und für Tausende, die konfrontiert sind mit der entsetzlichen Gewalt durch die Hände von Fanatikern. Betet für Gottes Gemeinde im Mittleren Osten, wo Glieder die Adventbotschaft unter extrem schwierigen Bedingungen weitergeben. Betet für unsere Gemeindeglieder und andere in der Ukraine, die durch ein schreckliches Trauma in diesem vom Krieg zerrissenen Gebiet gehen müssen. Betet, dass Gott diese schwierigen Situationen benutzen kann, um die dreifache Engelsbotschaft mit noch größerer Macht zu verkündigen.

Ökumenische Aktivität und charismatische Musik

Betet für diejenigen in Gottes Gemeinde der Übrigen, deren klare Verkündigung durch ökumenische Aktivitäten ihrer Wirkung beraubt wird.

Ich gebe euch folgende Empfehlung, (keinen Befehl): Haltet euch fern von solchen ökumenischen Verbindungen und Ereignissen, die die in Offenbarung 13 offenbarte Wahrheit untergraben. Wir sollen führend sein, wenn es um religiöse Freiheit und andere öffentliche Angelegenheiten geht. Wir sollen uns anfreunden mit Menschen und Organisationen, aber müssen ökumenischen Verflechtungen aus dem Weg gehen, deren angebliches Ziel es ist, Einheit zu bewerkstelligen. Wahre Einheit wird erst Wirklichkeit werden, wenn Christus wiederkommt, um uns nach Hause zu holen.

Wir können beobachten, wie sich das prophetische Kapitel von Offenbarung 13 direkt vor unseren Augen erfüllt, und wie Rom in ständig zunehmender Weise die Gelegenheiten ergreift, um Einfluss auf die Welt zu nehmen. Ihr Verantwortungsträger in Gottes Gemeinde, bestärkt eure Prediger darin, dass sie keine Pastoren oder Pfarrer anderer Glaubensrichtungen einladen, um vor unseren Versammlungen am Sabbat zu predigen. Während es einerseits wichtig ist, dass wir freundlich im Umgang mit den Menschen oder Geistlichen aus anderen Kirchen sind und Möglichkeiten anbieten, wo sie geistlich wachsen können, dürfen wir andererseits diejenigen, die Gottes volle Wahrheit nicht kennen, nicht auffordern, Predigten von unseren Kanzeln herab zu halten. Unterliegt nicht der Versuchung, mit anderen religiösen Organisationen ein so trauliches Verhältnis zu haben, dass ihr dadurch in die Falle des Teufels tappt und durch unbiblische ökumenische Bindungen eure eigenen Wirkungsmöglichkeiten neutralisiert.

Jesus sagte in Matthäus 24,14: »Und dies Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.« Das ist es, was jetzt gerade geschieht.

Uns ist auch gesagt worden, dass die Gesellschaft kurz vor der Wiederkunft Jesu wie Sodom und Gomorra sein wird. Auch das geschieht vor unseren Augen. Wir sehen die allgemeine und weitverbreitete Akzeptanz von Sünden, aufgrund derer Feuer vom Himmel fiel und die Städte zerstörte.

Lüge und Täuschung aller Art ist bis in alle Bereiche unserer Gesellschaft vorgedrungen. Überall hören wir von Ankündigungen eines finanziellen Zusammenbruchs. Auf der ganzen Welt sind Naturkatastrophen und von Menschen verschuldete Unglücke zu beobachten. Auf den [engl.] Seiten 587, 590, 592 und 607 aus The Great Controversy wird uns gesagt, dass durch Unglücke und Katastrophen, moralischen Niedergang und wirtschaftliche Probleme in diesem unseren Land [USA] vom Glauben abgefallene Geistliche veranlasst werden, starken Einfluss auf die Bürger auszuüben, damit sie den Erlass des Sonntagsgesetzes fordern. Und der Rest der Welt wird diesem Beispiel folgen.

Der Teufel versucht, die Gemeinde Gottes außer Gefecht zu setzen durch Offenheit gegenüber der Akzeptanz von charismatischen und pfingstlerischen Musik- und Gottesdienststilen, bei denen die Gemeindeglieder und die Gottesdienstleiter im Mittelpunkt stehen und weniger die wahre Anbetung Gottes. Ein falsches Verständnis von Anbetung knüpft direkt an das Herzstück der dreifachen Engelsbotschaft an, denn Ziel dieser Botschaften ist, die Menschen zurück zur wahren Anbetung Gottes zu führen – nicht zu einem gefälschten, euphorischen Erlebnis, sondern vielmehr zu einer echten, geistlichen Verbindung mit Gott durch Bibelstudium und Gebet.

Jetzt gerade am Donnerstag hat mir Pastor Mansfield Edwards, Vorsteher der Ontario Conference, erzählt, wie sehr ihm dieses Thema am Herzen liegt, und mir ein von ihm geschriebenes Buch überreicht. Ich hoffe, dass jeder von euch genauso diese Verantwortung spürt, Menschen zurückzuführen zu der wahren Anbetung Gottes.

Zusätzlich sei gesagt, dass der Spiritismus noch deutlicher in Erscheinung treten und an Popularität zunehmen wird. Fernsehprogramme, die die Wirksamkeit von verstorbenen Geistern und ihre Einflussnahme auf die Angelegenheiten der Lebenden darstellen, sind gang und gäbe geworden. Der Spiritismus hat auf vielerlei Weise Eingang gefunden in das Leben des Durchschnittsbürgers, und sein Einfluss verbreitet sich in jeder Kultur rund um den Globus. Niemand ist ausgenommen. In The Great Controversy (554) wird uns gesagt: »Der Spiritismus lehrt: ›Der Mensch ist ein Geschöpf des Fortschritts, es ist seine Bestimmung, sich von seiner Geburt an bis in die Ewigkeit zur Gottheit hin zu entwickeln.‹« (VSzL 370)

Was wird den Kindern an den öffentlichen Schulen beigebracht? Der Mensch ist ein Geschöpf des Fortschritts, das sich ständig weiter aufwärts entwickelt. The Great Controversy (588) bestätigt, dass in der letzten Auseinandersetzung »die Trennungslinie zwischen Gottlosen und Namenschristen … heute kaum erkennbar [ist]. Kirchenmitglieder lieben, was die Welt liebt, und sie sind bereit, sich mit ihr zu vereinigen. Satan ist entschlossen, sie zu einer Gesellschaft zu vereinen, um seine Sache dadurch zu stärken und alle in die Reihen des Spiritismus zu treiben.« (VSzL 394) Es wird immer offensichtlicher, dass unsere einzige Gegenwehr gegen die Täuschungen des Feindes die ist, dass wir unser Denken mit dem Wort Gottes quasi wie mit einem Schutzwall umgeben.

Gottes Gegenoffensive in der Offenbarung

In der Offenbarung wird uns im Kontext der sich zuspitzenden Auseinandersetzung zwischen Wahrheit und Irrtum dieses wunderbare Bild der Gegenoffensive Gottes dargestellt, wie es uns die Verse 1-4 in Kapitel 18 zeigen: »Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Tiere. Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit. Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!«

Das Werk des Engels aus Offenbarung 18 ist ein prophetisches Symbol für den Spätregen. Unter der Macht und Führung des Heiligen Geistes soll Gottes Volk der Übrigen die Sünden Babylons aufdecken.

Satan ist sich dieser Tatsache nur allzu bewusst, und es ist sein erklärtes Ziel in diesen abschließenden Szenen der Weltgeschichte, Gottes Volk anzugreifen, dich und mich, und unsere adventistische Botschaft zu neutralisieren und außer Gefecht zu setzen. Soweit nur irgend möglich, will er jeden in Finsternis und Unbußfertigkeit gefangen halten, bis Jesu Werk als unser Fürsprecher im himmlischen Heiligtum abgeschlossen ist.

Aber der Heilige Geist rüstet die Übrigen aus und verleiht ihnen Vollmacht, so dass sie ihren Auftrag erfüllen können! In The Great Controversy (612) lesen wir die mitreißende Beschreibung der endzeitlichen Nachfolger Gottes, wie ihre Angesichter von der Gegenwart des Geistes widerstrahlen, wie sie von Ort zu Ort eilen und die dreifache Engelsbotschaft verkündigen. Wie sie Wunder wirken, die Kranken heilen und Zeichen und Wunder geschehen. Sie führen Menschen dahin, Stellung zu beziehen auf Seiten der Wahrheit Gottes, weil der Geist in ihren Herzen eine tiefe Überzeugung gewirkt hat. Und sie werden die Bande durchtrennen und sich aus den Beziehungen lösen, die sie bis dahin im Irrtum gefangen hielten.

Der Geist und die Kraft Gottes werden auf Gottes Nachfolger ausgegossen werden. Satan möchte natürlich diese Erweckung und Reformation unter den Übrigen aufhalten. In einem Gegenschlag wird er eine falsche Erweckung in den Kirchen bewirken, die unter seinem Einfluss stehen. Die Menschen werden glauben, dass Gott phantastische Dinge unter ihnen wirkt, aber diese Macht kommt nicht von Gott. Durch diese gefälschte Erweckung wird Satan seinen Einfluss innerhalb der christlichen Kirchen ausbreiten. (The Great Controversy, 464)

Es wird also zwei unterschiedliche, im Gegensatz zueinander stehende Erweckungen geben: eine wahre, echte Erweckung unter den Übrigen, und eine falsche Erweckung unter denjenigen, die die dreifache Engelsbotschaft aus Offenbarung 14,6-12 ablehnen. Aufgrund dieser echten Erweckung werden die Übrigen mit einer tödlichen Kampfansage und Attacke von Seiten des Teufels konfrontiert sein. Er ist ein brüllender Löwe, der umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Er ist hinter jedem Einzelnen her und seine Angriffe haben unterschiedliche Gesichter: direkte physische Attacken, geistliche Selbstzufriedenheit, Spaltung der Gemeinde vor Ort, Uneinigkeit in der Gesamtgemeinde, persönlicher Unglaube oder die Abgestumpftheit Laodizeas. Wir müssen uns vollständig auf Jesus stützen, auf sein heiliges Wort und auf den Geist der Weissagung.

Lies die Bibel und den Geist der Weissagung

Vielleicht sagst du in Bezug auf diesen Punkt: »Warum bezieht sich Wilson immer auf die Bibel und den Geist der Weissagung? Ist die Bibel nicht ausreichend für all das, was wir wissen müssen?«

Natürlich ist sie das. Als Siebenten-Tags-Adventisten glauben wir an das Prinzip von »Sola Scriptura«. Wir glauben, dass Gottes Wort die ultimative Autorität in allen Bereichen christlichen Glaubens und christlicher Lebensführung ist. Aber genau in diesem Wort Gottes hat uns der Herr offenbart, dass seine Endzeitgemeinde Anleitung und Führung erfahren würde durch die prophetische Gabe! Der Geist der Weissagung ist ein wundervoller Segen, der uns zurück zur Bibel führt und uns deren Bedeutung und Anwendung in unserem persönlichen Leben noch deutlicher vor Augen führt.

Es ist mir ein tiefes Bedürfnis gewesen, während meiner Reisen und Ansprachen überall auf der Welt in euren Feldern innerhalb der vergangenen vier Jahre, durch die Macht des Heiligen Geistes wieder diese Liebe für das Heilige Wort Gottes und die großen Segnungen des Geistes der Weissagung neu zu entfachen. Meine Mitarbeiter, ich möchte euch inständig bitten, während dieser Jahresausschusssitzung Gott durch sein Wort und durch den Geist der Weissagung zu euch sprechen zu lassen.

In diesem seinem Wort und in dem Zeugnis Jesu – dem Geist der Weissagung – finden wir unsere Identität als Gottes Gemeinde der Übrigen und unsere Marschbefehle als Gottes endzeitliche Botschafter. Der Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ist die letzte Verkündigung der Erlösungsbotschaft Gottes anvertraut worden – einer Botschaft für die Mission in den großen Städten, einer Botschaft der »allumfassenden Gesundheitsevangelisation«, einer Botschaft, die die wunderbaren Programme all unserer Abteilungen, Institutionen und Organisationen mit einschließt, einer Botschaft, die alles umfasst, was wir in unseren 28 fundamentalen Glaubenspunkten bekräftigen, und einer Botschaft über die baldige Wiederkunft Jesu Christi in den Wolken der Herrlichkeit! So wie es das Motto unser anstehenden Vollversammlung der Generalkonferenz 2015 aussagt: »Arise. Shine. Jesus is coming!« [Steht auf. Lasst euer Licht leuchten. Jesus kommt wieder!]

Wir brauchen diese wiederbelebende, erweckende Kraft vom Himmel. Lasst das Wort Gottes mit Macht von den Lippen jedes Einzelnen von uns erschallen, indem wir uns mit aller Kraft in der evangelistischen Arbeit im persönlichen und öffentlichen Bereich einsetzen – in jeder nur möglichen Form während dieser letzten großen Verkündigung von Offenbarung 14 und 18.

Der erste Schritt in dieser Erweckung, die Gottes Nachfolger für den Spätregen vorbereiten wird, ist die Anerkenntnis unserer persönlichen Sünde und unserer Schwächen. Diese Erkenntnis wird die Übrigen dahin führen, eine engere Beziehung zu Jesus zu suchen, indem sie echte Buße tun und sich abwenden von sündigen Verhaltensweisen. The Great Controversy (623) sagt uns: »Wir müssen uns schon in diesem Leben durch den Glauben an das versöhnende Blut Christi von der Sünde trennen. Unser Erlöser lädt uns ein, mit ihm zusammen zu arbeiten, unsere Schwäche mit seiner unerschöpflichen Kraft, unsere Unwissenheit mit seiner Weisheit, unsere Unwürdigkeit mit seinem Verdienst zu verbinden.« (VSzL 416)

Wunderbarer Geist bei der Jahressitzung

In diesen gefahrvollen letzten Ereignissen der Weltgeschichte müssen wir uns vor Augen führen, dass der Teufel versucht, einfach alles und jedes, was wir unternehmen, seiner Wirkung zu berauben – auch hier auf dieser Jahressitzung. Lasst uns mit Gottes Kraft während unserer Diskussionen und Gespräche während dieser Jahressitzung absolut respektvoll, christusähnlich und liebevoll miteinander umgehen, egal, über welches Thema wir sprechen.

Bei den direkt vor der Exekutivausschusssitzung stattfindenden Beratungen mit den Verantwortungsträgern der Weltkirche haben wir das Wirken des Heiligen Geistes erleben dürfen, der einen wunderbaren Geist unter den Vorstandsmitgliedern der Generalkonferenz und der Divisionen gewirkt hat, während wir uns mit herausfordernden Themen beschäftigen mussten. Dies geschah als direkte Antwort auf intensives Gebet. Gott hat uns in wunderbarer Weise geführt.

Es ist sogar so, dass die Vorstände der Generalkonferenz und der Divisionen diesen vergangenen Dienstag beschlossen haben, an euch alle bei dieser Jahressitzung folgenden Appell zu richten: »Wir, die Vorstandsmitglieder der Generalkonferenz und der Divisionen, rufen alle Teilnehmer der Jahressitzung auf, sich gegenseitig als Brüder und Schwestern in Jesus Christus anzunehmen, unabhängig davon, dass bei bestimmten Themen gewisse Meinungsunterschiede zutage treten mögen. Wir bitten, dass während dieser Jahrestagung und darüber hinaus bei allem, was wir sagen und tun, Christus widergespiegelt wird und wir im Umgang miteinander von demütigem Respekt geleitet werden. Wenn unser Auftreten und unsere Einstellung mithilfe der Kraft Gottes von Bescheidenheit und Demut gekennzeichnet sind, dann spricht das Bände für diejenigen, die uns beobachten. Wir möchten euch ernstlich aufrufen, alles in eurer Macht Stehende zu tun, um diese Gemeinde und diese wunderbare Adventbewegung zu stärken. Wir verlassen uns hierbei ganz auf Christus, dass er uns diesen einigenden Geist gibt, den wir für die Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft in diesen letzten Tagen der Weltgeschichte benötigen.«

Wenn wir in unserem Handeln Christus widerspiegeln, wenn in unseren Worten großer Respekt und Liebe spürbar ist, ist es absolut unabdingbar, dass wir uns dabei ganz fest an Christus und sein Wort klammern, denn um uns herum findet ein »Schütteln« [shaking = Sichtung] statt. Nur sein Wort wird uns die Stärke geben. In Last Day Events (173) wird erklärt: »Wir befinden uns in der Zeit der Sichtung, wo alles geschüttelt werden wird, was nur geschüttelt werden kann. Gott wird diejenigen, die die Wahrheit kennen, nicht entschuldigen, wenn sie nicht in Wort und Tat seinen Geboten gehorchen.«

Wenn wir unsere Füße auf das Fundament Gottes stellen, werden wir in seiner Macht die Stärke und den Sieg finden, nicht in unserer eigenen Kraft. Das ist der einzige Weg, wie wir verhindern können, dass Satan alle unsere Bemühungen neutralisiert. In The Great Controversy (530) wird uns gesagt: »Satan weiß sehr wohl, dass der Schwächste, der sich auf Christus verlässt, seinen Angriffen und denen seiner gefallenen Engel widerstehen kann, wenn er sich offen zeigen würde. Deshalb versucht er, die Nachfolger Jesu aus ihrer Festung herauszulocken, während er mit seinen Streitkräften in einem Hinterhalt lauert und bereit ist, alle zu vernichten, die sich auf sein Gebiet hinauswagen. Nur wenn wir demütig auf Gott vertrauen und all seinen Geboten gehorchen, können wir uns völlig sicher fühlen.« (VSzL 355)

Hierbei dürfen wir nicht das Risiko eingehen, Dinge hinauszuzögern. Wir müssen immer und in jedem Moment unsere Verbindung zu Christus aufrecht erhalten, um gegen die listigen Tricksereien des Teufels gewappnet zu sein. Wir haben einen allmächtigen Gott und er kann sämtliche Hindernisse und Beschwernisse, die Satan und seine bösen Scharen uns entgegen schleudern, überwinden. Ein feste Burg ist unser Gott! Er ist Alpha und Omega! Er ist der Allmächtige, der Meister jeder Situation. Sein Name ist Wunderbar!

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ÜBERSETZUNG DER PREDIGT: FRANZÖSISCHE UND RUSSISCHE ÜBERSETZER IM HINTEREN TEIL DES SAALES SORGEN FÜR EINE SIMULTANÜBERSETZUNG DER PREDIGT VON WILSON. ES GAB AUCH ÜBERSETZUNGEN INS SPANISCHE UND PORTUGIESISCHE. FOTO: ANSEL OLIVER / ANN

Tourist aus Holland wird in der Mongolei getauft

Bei unseren Reisen rund um die Welt erleben Nancy und ich, wie Gottes Macht in dem Leben von sehr vielen Menschen wirksam ist, wenn Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder zu einem Leben der Hingabe und der evangelistisch-missionarischen Arbeit vom Herrn gerufen werden. Es gibt so viele Geschichten, über die ich euch berichten könnte, aber wir haben heute nicht die Zeit, alle zu erzählen. Aber eine für mich besonders inspirierende möchte ich euch weitergeben.

Vor kurzem erhielt ich eine begeisternde Email von einigen guten Freunden in Australien, Peter und Nerida Koolik, die als Freiwillige in der Mongolei Gemeinden aufbauen. Gottes Werk macht große Fortschritte in diesem vom Säkularismus und Buddhismus geprägten Land. Pastor Elbert Kuhn, der Präsident des Missionsfeldes, und Pastor JaiRyong Lee von der Division arbeiten hier als geistliche und evangelistische Leiter.

Vor kurzem fand unter der Initiative »Mission to the Cities« ein intensives evangelistisches Programm in der Hauptstadt Ulan Bator statt. Es lief unter dem Kürzel UB14, analog zu NY13 [»Mission to the Cities« in New York 2013]. Durch diese Evangelisation wurde das Leben hunderter Menschen berührt. Und zwei von diesen Menschen waren Belinda und Markus Keizer, die eigentlich in den Niederlanden leben, aber sehr gern weite Reisen unternehmen. Belinda ist Siebenten-Tags-Adventistin, aber Markus hatte die Entscheidung für die Taufe noch aufgeschoben. Er dachte, dass es irgendwann in der Zukunft einen Zeitpunkt und einen Ort geben würde, wo er auf den Ruf Christi antworten würde.

Im Verlauf der Jahre besuchten sie viele wunderschöne Orte und lernten viele wunderbare Menschen kennen. In der letzten Zeit führten sie vermehrt Diskussionen über Gott und den Glauben, und schließlich übergab Markus Christus sein Herz. Allerdings dachte sich Markus, dass er vielleicht irgendwo auf seinen Reisen dem Aufruf zur Taufe folgen könnte, ohne zu wissen, wie Gott ihn führen würde.

Nachdem sie fünf Monate lang auf Reisen gewesen waren, auf denen sie Gottes Führung erlebt hatten, landeten sie in Ulan Bator, ohne etwas von UB14 zu wissen. Sie gingen ins Internet und fanden die Zentral-Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Es war das erste Mal nach ihrem Aufbruch aus Holland, dass sie beschlossen, eine Gemeinde zu besuchen, und es war genau der richtige Zeitpunkt.

Sie fanden einen Taxifahrer, der Englisch sprach und er brachte sie zu der adventistischen Gemeinde, wo sie ganz überrascht waren, einen Englisch sprechenden Pastor predigen zu hören. Sie wurden in der Gemeinde herzlich willkommen geheißen und besuchten die evangelistischen Vorträge von UB14. Pastor Bob Folkenberg Junior, Präsident des chinesischen Missionsverbandes, war der Gastsprecher der Verkündigung, in der er Christus und die dreifache Engelsbotschaft in den Mittelpunkt stellte.

Markus sagte: »Wir hörten Pastor Folkenberg über Jesus sprechen, den Heiligen Geist und die Taufe. Für uns war das kein Zufall. Es war, als wenn Gott sagte: ›Das ist jetzt die Gelegenheit, auf die du gewartet hast. Hör auf, immer weiter zu rennen.‹«

Markus reagierte auf den Aufruf von Pastor Folkenberg und entschied sich, am nächsten Tag getauft zu werden.

Markus sagte: »Es war ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Es war ein gutes Gefühl, endlich die Entscheidung getroffen zu haben, aber die Eiseskälte und der Sturm und Regen, die an diesem Abend das Auto durchrüttelten, ließ uns ein bisschen ängstlich werden. Wie würde es sein, in das eiskalte Flusswasser zu steigen? Mitten in der Natur getauft zu werden, zusammen mit über 100 mongolischen Menschen, einige unglaubliche Geschichten zu hören, die Wärme der adventistischen Familie, die wir kennengelernt hatten, zu spüren, und dann eine Taufurkunde zu erhalten in mongolischer Sprache – dieser 13. September, dieser Sabbat vor einigen Tagen, war ein unvergesslicher Tag und wird zweifellos der außergewöhnlichste Tag unserer Reise sein.«

Gottes unbegrenzte Macht empfangen

Brüder und Schwestern, ich möchte sagen: »Gott sei gepriesen für die mächtige Weise, wie er im Leben so vieler Menschen auf der ganzen Welt wirkt, wenn sie sich demütig Gott unterwerfen!« Auf ungewöhnliche Art und Weise wirkt Gott auf dieser Erde und nimmt Einfluss auf Menschen.

Wenn wir Jesus zu Füßen fallen und unsere Sünden ablegen, um Vergebung und um seine Kraft bitten, damit wir den Intrigen des Feindes, der uns außer Gefecht setzen will, Widerstand leisten können, dann wird Gott uns mit unbegrenzter Macht vom Himmel ausstatten, sodass wir ein völlig neues Leben führen können, genau wie Markus es jetzt erlebt.

Unsere einzige Verteidigung gegen die Versuche, uns Siebenten-Tags-Adventisten außer Gefecht zu setzen, ist, dass wir uns demütigen vor unserem Schöpfergott, der vor nicht langer Zeit diese Erde in sechs buchstäblichen Tagen erschaffen hat, und der in uns, wenn wir es ihm gestatten, durch Erweckung und Reformation ebenso ein neues Herz erschaffen wird.

Uns klingt das bekannte Zitat aus Selected Messages, Band 1 (121) in den Ohren: »Eine Wiederbelebung zu wahrer Frömmigkeit ist unter uns das größte und dringendste aller unserer Bedürfnisse. Diese zu suchen sollte unsere erste Priorität sein … Eine Erweckung darf nur als Antwort auf unsere Gebete erwartet werden.« In Evangelism (701) wird uns heute versichert, dass »das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Gemeinde als ein in der Zukunft liegendes Geschehen angesehen wird; aber es ist das Vorrecht der Gemeinde, dies heute zu erleben. Strebt danach, betet darum, glaubt daran. Wir müssen den Geist haben, und der Himmel wartet darauf, ihn uns zu verleihen.«

Gott wird uns mit der Kraft ausstatten, damit wir die eindringliche und machtvolle Adventbotschaft ausleben und verkündigen können. Wenn der Teufel versucht, Siebenten-Tags-Adventisten zu neutralisieren, dann steht nicht einfach nur daneben, sondern steht auf für Gottes Wahrheit, durch die Kraft des Heiligen Geistes! Tragt Gottes Botschaft in mutiger Weise hinaus. Der Herr möchte, dass die charakteristischen Wahrheiten der Botschaft der Siebenten-Tags-Adventisten verkündigt werden.

Haltet euch fern von allem, was unsere Botschaft untergräbt oder unsere charakteristischen Glaubenspunkte verschleiert. Lasst euch nicht vom Teufel versuchen, euch der Masse anzugleichen oder euch der politischen Korrektheit zu unterwerfen. Verkündigt nicht ein unspezifisches, sehr allgemein gehaltenes Christentum oder einen »Christus der billigen Gnade«, bei dem nicht auf die entscheidenden biblischen Wahrheiten hingewiesen wird. Diese in der ganzen Welt zu verkünden, ist unser Auftrag, und das ist genau der Grund, warum die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten begründet wurde.

In Testimonies to Ministers and Gospel Workers (470) wird auf sehr eindringliche Weise festgestellt: »Die Botschaft, die wir zu überbringen haben, ist keine Botschaft, vor deren Verkündigung die Menschen zurückzuschrecken brauchen. Sie sollen nicht danach streben, sie zu verbergen, ihren Ursprung und ihren Zweck zu verschleiern. Ihre Vertreter müssen Menschen sein, die Tag und Nacht nicht schweigen … Wir dürfen nicht versuchen, die besonderen Wahrheiten, die uns von der Welt abgesondert und zu dem gemacht haben, was wir sind, weniger hervorstechen zu lassen. Denn mit ihnen sind erhebliche Interessen von ewiger Bedeutung verknüpft. Gott hat uns Erkenntnisse geschenkt in Bezug auf die Dinge, die jetzt in der allerletzten Zeit stattfinden, und mit Stimme und Feder sollen wir der Welt die Wahrheit verkündigen, nicht in einer lahmen Art ohne Schwung und Biss, sondern als eine Demonstration des Geistes und der Kraft Gottes.«

Gott der Allmächtige hat uns wissen lassen, dass wir einem gerissenen Feind gegenüberstehen, und dass unsere einzige Stärke und unser Schutz darin liegen, dass wir uns vollständig auf sein Wort verlassen.

In Epheser 6,10-13 wird gesagt: »Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.«

Im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den Teufel wird uns auf Seite 119 von Thoughts from the Mount of Blessing gesagt: »Die Schlachten, die zwischen den beiden Heeren ausgefochten werden, sind genauso real wie Gefechte zwischen den Armeen dieser Welt, und von dem Ausgang dieses geistlichen Kampfes hängt das ewige Schicksal von Menschen ab.«

Diese Aussagen des Geistes der Weissagung sind eine gute Zusammenfassung der Aussage aus Offenbarung 18,1-4 und legen dar, welche Verantwortung wir als Gottes Gemeinde der Übrigen haben. Gemäß der biblischen Prophetie sind wir Gottes prophetische Bewegung, die Gottes prophetische Botschaft aufgrund des prophetischen Auftrags Gottes verkündigt. Gott wartet darauf, dass wir die endgültige Erweckung erleben, die es ihm dann ermöglicht, uns den Spätregen zu geben. Er wartet schon länger darauf, dass der Auftrag zur Evangeliumsverkündigung zu Ende geführt wird, denn schon seit langem möchte er wiederkommen.

The Desire of Ages (633) stellt fest, dass »es in unserer Macht liegt, durch die Verkündigung des Evangeliums an die Welt die Wiederkunft des Herrn zu beschleunigen. Wir sollen nicht nur Ausschau halten nach dem Tag des Herrn, sondern sein Kommen beschleunigen.«

Der Teufel verliert, Gott gewinnt!

Brüder und Schwestern, Jesus kommt bald! Während wir uns diesem wundervollen Tag der Wiederkunft Jesu nähern, werden die Anstrengungen des Teufels, Gottes Wort zu neutralisieren, durch Gottes Macht und seine unvergängliche biblische Botschaft der Liebe und Wahrheit vollständig niedergeschlagen werden. Der Teufel verliert. Gott gewinnt! Das ist die ultimative Botschaft, die wir dem Thema des Großen Kampfes entnehmen können, und es ist unser großes Vorrecht, uns von Gott gebrauchen zu lassen in diesem letzten großen geistlichen Unterfangen, die Wahrheit Jesu zu allen Menschen auf diesem Planeten zu tragen – durch Gottes unglaubliche Macht »in die ganze Welt vorzudringen«.

Wenn du irgendwelche Zweifel an der alles überragenden Macht Gottes und seinem letztendlichen Triumph im Kampf gegen den Teufel hast, dann lies die letzten drei Kapitel der Offenbarung, die uns Gottes unvergleichlichen Sieg vor Augen führen. Lies die letzten drei Kapitel aus The Story of Redemption [Die Geschichte der Erlösung]. Diese Kapitel sind überschrieben »Die Krönung Christi«, »Der zweite Tod« und »Die Neue Erde«. Sie werden dir unglaublichen Trost und Zuversicht geben.

Unsere einzige Hoffnung für die Zukunft ist unsere persönliche Verbindung mit Christus. Unsere Hoffnung als Gottes Volk, deine Hoffnung und meine Hoffnung, gründet sich auf nichts weniger als das Blut und die Gerechtigkeit Jesu.

Bist du bereit, dich heute ganz Gott zu unterwerfen, damit seine Macht in deinem Leben wirksam wird, um Erweckung und Reformation herbeizuführen, um dich vor dem brüllenden Löwen zu bewahren und vor seinen Versuchen, die Bewegung der Übrigen Gottes außer Gefecht zu setzen? Bist du, als ein Verantwortungsträger der Siebenten-Tags-Adventisten an der Schwelle zur Ewigkeit, bereit, das Ich aus deinem Herzen zu entfernen und Christus seinen rechtmäßigen Platz einzuräumen? Der Himmel verlässt sich auf unsere Loyalität und Unterwerfung unter unseren gekreuzigten, auferstandenen und bald wiederkommenden Erretter, Jesus Christus. »Meine Hoffnung gründet sich auf nichts weniger als das Blut und die Gerechtigkeit Jesu.«

Ich möchte jetzt jedem Einzelnen von euch die Frage stellen: Bist du bereit, Christus zu erlauben, die vollständige Kontrolle über dich zu übernehmen – jetzt und in der verheißungsvollen Zukunft, die Gott bereitet hat für seine Gemeinde der Übrigen? Wenn ja, dann bitte ich dich, mit mir aufzustehen, wenn wir gemeinsam das wunderbare Zeugnis in dem Lied Nr. 522 singen: »Meine Hoffnung gründet sich auf nichts weniger als das Blut und die Gerechtigkeit Jesu. Und wenn Dunkelheit sein Angesicht zu verhüllen scheint, dann ruhe ich in seiner unveränderlichen Gnade.« Was für ein machtvolles Zeugnis für den Einen, der uns gerufen hat, sich ihm völlig zu ergeben und seinen endgültigen Sieg in der Verkündigung der dreifachen Engelsbotschaft erfüllt zu sehen!

Übersetzung: Gabi Pietruska

Originalquelle:
www.adventistreview.org

Deutsche Quelle mit freundlicher Genehmigung:
www.asideutschland.de

Bibeltexte sind der Schlachter 2000 entnommen. Zitate von Ellen White sind Direktübersetzungen aus dem Original, Seitenzahlen beziehen sich auf die englische Ausgabe. Bei entsprechend gekennzeichneten Zitaten (VSzL) wurde aus der gebundenen Ausgabe von Vom Schatten zum Licht zitiert

Videoquelle: audioverse.org


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