• Über Reue wird nur noch selten gepredigt: In trügerischer Sicherheit?

    In trügerischer Sicherheit?

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    Haben wir wahre Reue verlernt, weil wir meinen, sie schickt sich nicht für einen dankbaren und fröhlichen Christen? Von John Andrews

     
Mittwoch, 25 April 2018 – 05:30 Uhr

Franziskus und die Hölle: Doch keine ewige Qual?

Doch keine ewige Qual?

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Der Papst macht wieder Schlagzeilen. Von Pat Arrabito

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Wer die Nachrichten verfolgt, weiß, dass die Römisch-Katholische Kirche ein kleines Erdbeben erlebt hat wegen der jüngsten Kommentare, die dem Papst zugeschrieben wurden. Sein journalistischer Freund, der zufällig ein Atheist ist, veröffentlichte eine Zusammenfassung eines Gesprächs, in dem Papst Franziskus ihm sagte, dass die Seelen derer, die nicht in den Himmel kommen, ausgelöscht werden.

Nein, ich spreche nicht von Mark Finley, Doug Batchelor oder einem anderen bekannten Evangelisten, sondern vom Papst höchstpersönlich! Hier steht es:

»Seelen werden nicht bestraft. Wer bereut, erhält Gottes Vergebung und reiht sich unter die, die ihn schauen werden. Wer aber nicht bereut, wem nicht vergeben werden kann, der verschwindet. Es gibt keine Hölle – es gibt nur das Verschwinden von sündigen Seelen.«

Wenn der Bericht stimmt, hat der Papst eine Gegenposition zur fundamentalen römisch-katholischen Lehre über die Hölle und die ewige Strafe eingenommen.

Wie man sich vorstellen kann, schlug diese Nachricht hohe Wellen! Der Vatikan rang nach Luft und erklärte, die Aussage sei keine wortgetreue Wiedergabe des Gesprächs zwischen Franziskus und Scalfari, der bei seinen Gesprächen keinerlei Aufzeichnungen macht.

Der Sprecher des Vatikans sagte weiter, dass man »kein Zitat aus dem Artikel als wortgetreue Wiedergabe der Worte des Heiligen Vaters betrachten« solle.

Die Medien überschlugen sich:

Rush Limbaugh, ein konservativer Radiomoderator sagte: »Bei dem Papst war es vorauszusehen, dass die Linke sogar die katholische Kirche verdirbt …«

Wall Street Journal-Reporter Francis X. Rocca wies darauf hin, dass es »ein Teil der Strategie von Papst Franziskus ist, die Bedeutung der formalen Lehre kleinzureden.« Er stellte fest, dass der Vatikan Scalfaris Bemerkungen nicht widersprochen habe.

Der vom Boston Globe interviewte katholische Philosoph Peter Kreeft verteidigte den Papst: »Ich glaube nicht, dass er das [über die Hölle] gesagt hat, weil es absolute Irrlehre wäre.«

Die Journalistin Tara Isabella Burton schrieb: »Wenn der Papst das wirklich gesagt hat, wären die Folgen für die katholische Kirche katastrophal. Denn sie bejaht laut eigenem Katechismus ›die Lehre von der Hölle, ihrer ewigen Dauer und auch vom ewigen Feuer‹, obwohl sie betont, dass ›die Hauptstrafe der Hölle in der ewigen Trennung von Gott besteht‹.«

Gwynne Dyer vom kanadischen Hamilton Spectator meint, dass der Papst auf sanfte Weise die katholische Lehre ändern möchte: »Natürlich«, habe Papst Franziskus die Existenz der Hölle geleugnet und »das nicht ohne Grund …« erklärt Dyer weiter: »Einer gut gebildeten Person mit modernen Empfindungen fällt es sehr schwer zu glauben, dass ein liebender Gott irgendeinen Menschen, den er geschaffen hat, zu ewigen körperlichen und seelischen Qualen verdammt. Das machen nicht einmal liebevolle menschliche Väter, selbst dann nicht, wenn ihre Kinder ihnen nicht gehorchen. Daher ist die traditionelle Vorstellung von der Hölle für viele katholische Theologen ein ständiges Problem.«

Weil der Annihilationismus (Lehre von der vollständigen Auslöschung der Gottlosen) der katholischen Kirche als Häresie gilt, meint der Journalist Dyer, habe Papst Franziskus hier indirekt seine wahren Überzeugungen durchblicken lassen.

Vatikankenner Antonio Socci sagt, Scalfari und der Papst spielten schon seit fünf Jahren dieses Spielchen: »Wenn Franziskus zu Katholiken spricht, drückt er sich vage und theologisch zweideutig aus. Er meidet klare Aussagen und demontiert auf diese Weise nach und nach die Lehre (Taktik: Frösche langsam kochen). Spricht er aber durch Scalfari zur säkularen Welt, offenbart er seine wahren Ideen, die total modern sind. Damit nährt er seine ›Revolution‹ und sorgt für seine Popularität unter Nicht-Katholiken sowie in den Medien.« (Hervorhebung im Original)

Was hat es damit auf sich? Erkennen die Menschen dadurch die Wahrheit besser? Werden sie die Autorität der Weltkirche in Frage stellen? In der Bibel nach Antworten suchen? Wird dies unserem Bemühen Auftrieb verleihen? Ich hoffe doch!

Beten wir, dass Gott diesen kleinen Tumult nutzt, um sich zu offenbaren und Türen für unsere Arbeit zu öffnen!

Mit freundlicher Genehmigung von www.lltproductions.org (Lux Lucet in Tenebris), Rundbrief 17. April 2018.


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