• Zeitgeschehen: DIE HOHE BERUFUNG der Adventgläubigen

    DIE HOHE BERUFUNG der Adventgläubigen

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    Nutzen Sie Ihre komplette Phantasie, und obgleich es klingt wie ein Märchen, es ist keines. Von Waldemar Laufersweiler und Henry Stober

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Montag, 01 Februar 2021 – 09:07 Uhr

Leichter gerettet oder verloren? (Teil 3): Christsein – Lust oder Last?

Christsein – Lust oder Last?

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»Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer anzuzünden; ich wünschte, es würde schon brennen!« (Lukas 12,19 NGÜ) Von Joe Crews

Mancher stellt sich vielleicht die Frage: Warum stehen in der Bibel so viele Gebote und werden so viele Konsequenzen für die Übertretung genannt? Die Bibel spricht unleugbar von beidem. Machen diese Anforderungen und angedrohten Konsequenzen es uns schwerer, uns nach den Geboten zu richten? Ich möchte diese Frage mit zwei fiktiven Gesprächen beantworten.

SEHNSUCHT NACH RETTUNG

Stellen wir uns vor, ich hätte mich gerade vom Arzt komplett durchchecken lassen und er teilt mir mit: »Herr Crews, ich habe sehr schlechte Nachrichten für Sie. Die Untersuchung hat ergeben, dass Sie sterben müssen, wenn Sie sich nicht genau an meine Anweisungen halten. Um Ihr Leben zu retten, bleibt Ihnen kein anderer Weg als zu tun, was ich Ihnen sagen werde, und das für den Rest Ihres Lebens. Wenn Sie Ihr Leben retten wollen, müssen Sie mindestens ein- bis zweimal pro Tag etwas essen. Sie müssen sich jeden Tag dazu zwingen, so lange Sie leben.«

Nun, ist das nicht eine strenge Regel mit einer drakonischen Strafandrohung? Es kann mich das Leben kosten, wenn ich das Gesetz des Arztes breche. Wird es mir aber schwer fallen, dieser Anweisung Folge zu leisten? Natürlich nicht! Warum? Weil mich ohnehin ein höheres Gesetz jeden Tag zum Essen drängt. Die Naturgesetze meines Körpers erfordern, dass ich regelmäßig esse, und es macht sogar Spaß. Es ist gut für mich zu essen, und ich muss mich gar nicht anstrengen, um das strenge Gebot des Arztes zu befolgen.

Genauso gibt es im Leben jedes Christen ein Gesetz der Liebe, das sich aus seiner persönlichen Beziehung zu Jesus ergibt. Die Gebote und Strafen der Bibel sind gar keine Drohung für den Christen, der das höhere Gesetz kennt, das ihn zu allem drängt, was für ihn das Beste ist. Er beherzigt es nicht aus Angst vor Strafe, sondern weil es für ihn das Schönste auf Erden ist, seinem geliebten Herrn nachzufolgen.

DIE LIEBE DRÄNGT UNS

Stellen wir uns noch ein anderes Gespräch vor, das nie wirklich stattfinden wird. Ich breche gerade für einen Monat zu einer Reise auf, um eine Evangelisation durchzuführen. Meine Frau verabschiedet sich von mir und hält mir feierlich ein Dokument unter die Nase. »Joe«, sagt sie, »du wirst jetzt einen Monat unterwegs sein. Das heißt, du bekommst deinen Gehaltsscheck noch vor deiner Rückkehr. Lies dir dieses Dokument bitte sehr sorgfältig durch! Es ist eine Kopie des Gesetzes Nr. 392 von Maryland und besagt, dass du ins Gefängnis kommst, wenn du mir kein Haushaltsgeld schickst. Im Gefängnis ist es nicht sehr gemütlich. Ich erwarte also von dir, dass du mir das Geld schickst, sobald du den Scheck erhalten hast.«

Was sie sagt, stimmt. Aber muss man mir mit dem Gesetz drohen, damit ich meine Familie unterstütze? Nein, ein höheres Gesetz der Liebe bewegt mich dazu, dass ich mich um meine Lieben kümmere. Liebe macht aus Pflicht ein freudiges Vorrecht. Ich erinnere mich, wie ich einmal 15 Kilometer im strömenden Regen zu Fuß unterwegs war, nur um das Mädchen zu treffen, das ich liebte. Es machte mir gar nichts aus. Denn meine Liebe zu ihr war größer als alle Widrigkeiten. Wir können aus allem eine Last machen. Es kommt nur auf unsere Einstellung an. Wenn unsere Beziehung zu Jesus nicht stimmt, dann wird es uns schwer fallen, ihm zu dienen.

CHRISTSEIN – EIN LEBEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN?

Manche Menschen sagen: »Christsein bedeutet ein Leben mit Einschränkungen.« Sicher! Doch die Ehe ist noch viel einschränkender als der Glaube. Macht sie uns deshalb unglücklich? Beschweren sich Braut und Bräutigam über das strenge Gelöbnis, das sie einander machen? Ich habe viele Paare getraut und noch keines erlebt, das über sein Gelöbnis unglücklich war. Sie strahlen alle, obwohl sie gerade ihr Leben vergeben haben.

Was wäre, wenn man einer Frischvermählten mit den Worten begegnete: »O nein! Jetzt sitzt du aber in der Klemme! Jeden Tag deines Lebens musst du für deinen Typen kochen. Er wird von dir verlangen, dass du das Haus putzt, seine Kleider nähst und seine Unordnung erträgst. So eine Ehe ist schon etwas Entsetzliches!« Was würde die Frischvermählte wohl antworten? Sie würde sagen: »Das ist doch herrlich! Es macht mir Riesenspaß!«

Und wenn man zu einem Frischgetauften sagte, der gerade mit Jesus »verheiratet« wurde: »Jetzt bist du aber in der Bredouille! Du darfst nicht mehr in die Kneipe oder zum Tanzen. Am Sabbat kein Fußball mehr; auch Schweinefleisch und Garnelen sind tabu.« Ohne Zweifel wird der neugeborene Christ strahlend sagen: »Das ist doch wunderbar! Ich genieße jeden Moment in vollen Zügen!«

Die Erklärung für diese Antwort steht in 2. Korinther 5,14: »Denn die Liebe des Gesalbten drängt uns.« Liebe treibt Menschen dazu, alles zu tun, was dem gefällt, der für sie gestorben ist. Kein drückendes Joch knechtet diese Jünger. »Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.« (Offenbarung 22,14) Auch wenn die Gebote einschränkend sind, so ist es doch eine Freude, sich aus Liebe einzuschränken.

EINE FRAGE DER HERZENSEINSTELLUNG

Dem Unbekehrten sind diese Gedanken fremd und widersprüchlich. Wer nicht verliebt ist, kann die selbstlose Hingabe der Glücklichverheirateten nicht verstehen. Einige Paare haben ihre Liebe verloren und empfinden die Ehe als drückendes Joch. Daran ist aber nicht die Ehe schuld, sondern ihre Einstellung. Wenn Christen ihre Beziehung zu Jesus verlieren, werden sie sich schon bald über die Last des Glaubens beklagen. Die Schuld trägt aber nicht der Glaube, sondern die fehlende Liebe im Herzen des Klagenden.

UND WAS IST MIT DER SELBSTVERLEUGNUNG?

Ist das nicht alles im Widerspruch zu Jesu Lehre über die Selbstverleugnung? Jesus sagte doch: »Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.« (Lukas 9,23) Sagte er damit, dass der Weg der Nachfolge schwer und trostlos ist? Nein. Er schilderte nur, dass es im Leben eines Christen ständig attraktive Konkurrenzangebote gibt.

Das Fleisch wird uns immer locken, die Welt uns anziehen und von Jesus wegziehen wollen. Ohne den unwiderstehlichen Einfluss einer stärkeren Liebe kann die emotionale Anziehung dieser Dinge überwältigend sein. Hier muss die Liebe Schranken setzen. Die mächtige Liebe des Gesalbten drängt mich, an ihm festzuhalten und zu den unaufhörlichen Einladungen des Fleisches, des Teufels und der Welt »Nein« zu sagen. Diese lästigen Angriffe auf meine Beziehung mit Jesus werden immer da sein, aber ich werde auch immer in der Lage sein, mich dafür zu entscheiden, bei ihm zu bleiben, weil ich ihn erstens mehr liebe als irgendetwas oder irgendjemand anderes auf der Welt und weil ich zweitens weiß, dass er nur das tun wird, was das Beste für mich ist.

WIE UNS DIE GEFÜHLE TÄUSCHEN

Eine der wirksamsten Waffen Satans gegen die Heiligen sind die Gefühle. Der wahre Christ jedoch erkennt, dass man dem Fleisch und den Gefühlen nicht vertrauen kann. Er dient Gott aus Prinzip und nicht, weil er in der Stimmung dazu ist. Millionen haben sich durch ihre Stimmung dazu verführen lassen, den HERRN zu verleugnen und fürs Fleisch zu leben. Die meisten von denen, die dem Bösen heute dienen, tun dies, weil sie von ihren Gefühlen getäuscht und geblendet werden. Man staunt immer wieder neu, wenn man beobachtet, wie die Menschen auf der Suche nach dem Glück den sinnlosen Einfällen der Sünde folgen. Offensichtlich bringen ihnen weder Rauchen, Trinken noch andere zerstörerische Süchte wahres Glück. Dennoch folgen sie wie ein Roboter dem Diktat ihrer fleischlichen Lüste.

Walter Winchell fasste es in seiner Zeitungskolumne zusammen: »Die traurigsten Leute auf der Welt sind jene, die in Gruppen zusammensitzen und sich einreden, sie würden sich vergnügen. Der Broadway ist voller Vergnügungsstätten, die Menschen angeblich glücklich machen. Aber diese Leute baden im Elend.«

HILFLOS DEM FLEISCH AUSGELIEFERT?

Das Problem ist, dass Millionen Menschen in ihrem Leben die Macht nicht spüren, mit der das starke Gesetz der geistlichen Liebe wirkt. Ohne diese Gegenkraft hat das Fleisch den Geist und den Körper fest im Griff. Man reagiert auf die emotionale Ansprache äußerer Reize und muss sich vom Fleisch versklaven lassen.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die man sich aus einem KZ erzählt: Ein Mann stand vor dem Stacheldrahtzaun eines überfüllten Todeslagers und schaute hinein. Drinnen waren ausgemergelte Gefangene mit eingefallenen Wangen und Augen. Als der Mann draußen die verhungernden Insassen sah, rief ihm einer der Gefangenen zu: »Ha! Sie dürfen hier leider nicht rein!« Sofort fühlte er sich herausgefordert. »Wer sagt das? Ich werde es Ihnen beweisen.« Der Mann kroch unter dem Zaun hindurch und gehörte fortan zu den anderen bedauernswerten Häftlingen.

Der sinnlose Todeskarneval, den Millionen jedes Jahr feiern, indem sie willkürlich die Gesetze des Seins brechen, lässt sich wohl nicht besser beschreiben. So unglaublich es auch anmutet: Der Mensch ist bereit, ins Elend hinabzusteigen nur, um seinen Willen zu bekommen. Wer im Fleisch lebt, hat keine Kraft sich den Befehlen des Fleisches zu widersetzen. Es ist viel leichter für ihn, Unrecht zu tun als Recht. Doch wir wollen die herrliche Wahrheit wiederholen: Wer ganz und gar in Jesus verliebt ist, für den ist es leichter, Recht zu tun als Unrecht.

DIE GUTE NACHRICHT: BEFREIENDES DYNAMIT

Das ist die gute Nachricht des vollen Evangeliums Jesu Christi, die ich jedem Leser ans Herz lege: Jesus ist gekommen, um uns das Dynamit zu bringen, durch das wir sowohl gerechtfertigt als auch geheiligt werden können. Wir können sowohl von der Schuld der Sünde errettet werden als auch von ihrer Macht. Wenn wir die einfachen und für jeden gratis zugänglichen Geschenke des Evangeliums annehmen, ist uns das Heil in unserer christlichen Glaubenserfahrung zugesichert: für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gott helfe uns, dass wir uns nicht mit halben Sachen zufrieden geben. Wir wollen seine Gnade ganz verstehen und auskosten. Machen wir uns die unglaublichen Reichtümer seiner Kraft (dynamis) zu Eigen. Sie stehen uns als Söhnen und Töchtern Gottes uneingeschränkt zur Verfügung.

Teil 1

Fortsetzung folgt.

© HYPERLINK www.amazingfacts.org

Zuerst im Deutschen erschienen im Versöhnungstag, Februar 2014
Mit freundlicher Genehmigung.


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