• Leichter gerettet oder verloren? (Teil 4): Der Durchbruch

    Der Durchbruch

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    Wer hätte gedacht, dass es so einfach sein kann? Von Joe Crews

Montag, 15 März 2021 – 06:55 Uhr

Leichter gerettet oder verloren? (Teil 4): Der Durchbruch

Der Durchbruch

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Wer hätte gedacht, dass es so einfach sein kann? Von Joe Crews

Wer hat schon mal davon gehört, dass man den Sieg über schlechte Gewohnheiten und Sünden allmählich erringt? Man nennt das auch Ausschleichen oder kreative Strategie. Meistens funktioniert es nicht. Teilweise natürlich schon, denn mit dem Alter lassen manche Versuchungen und Sünden nach, und die Zeit tut dann ein Übriges, wenn uns der Tod ereilt. Warum aber kann diese Versuchsmethode nicht funktionieren, wenn es darum geht, Satan zu überwinden?

Warum können wir nicht ein paar Monate mit Satan kämpfen, um ihn dann schließlich zu vertreiben? Die Antwort ist einfach: Weil Satan stärker ist als wir. Auch wenn wir ihn ein Jahr lang bekämpften, wäre er am Ende des Jahres immer noch stärker als wir. Unsere Anstrengung allein wird die Macht der Sünde in keiner einzigen Situation brechen. Denn wir haben es mit einem Feind zu tun, der immer stärker sein wird als wir. Wo finden wir also den Ausweg aus unseren Schwächen und Niederlagen? Diese Frage führt uns zum schönsten und großartigsten Geheimnis, das in Gottes Wort gelüftet wird.

Grundvoraussetzung zum Verständnis ist die Erkenntnis, dass alle Geschenke des Himmels durch die biblischen Verheißungen zugänglich sind. Wir erhalten sie durch Glauben. Petrus beschreibt »die überaus großen und kostbaren Verheißungen« und versichert uns, dass man »durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig wird« (2. Petrus 1,4). Gewaltige Kraft liegt in diesen Verheißungen verborgen, sodass sie sich bei allen erfüllen, die sich im Glauben auf sie berufen. Warum fällt es uns nur so schwer, Gottes Verheißungen zu glauben?

VIER PRAKTISCHE SCHRITTE ZUM DURCHBRUCH

Kommen wir zum eigentlichen Sieg und schauen uns die vier biblischen Schritte an, durch die jeder Gläubige Gottes Kraft beanspruchen kann. Vier Verse werfen Licht auf diesen erstaunlichen Vorgang:

1. SIEG GIBT’S NUR GESCHENKT

»Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!« (1. Korinther 15,57) Lassen wir uns diese fantastische Botschaft auf der Zunge zergehen: DER SIEG IST EIN GESCHENK! Durch unsere Bemühungen oder sonst irgendeine vermeintliche Befähigung können wir ihn nicht erlangen. Bitten wir aber um ihn, wird er uns gratis von Jesus geschenkt. Denn er ist der Einzige, der je über Satan gewonnen hat.

Wollen wir diesen Sieg wirklich? Es gibt ihn nur als Geschenk. Brauchst du Sieg in deinem Leben über irgendeine Sucht, eine schlechte, sündige Gewohnheit? Bist du ein Sklave des Appetits, des Alkohols oder Tabaks? Kämpfst du verzweifelt gegen Unkeuschheit, Zorn oder Weltlichkeit? Die Bibel sagt, dass Jesus Christus dir den Sieg als Geschenk gibt. Glaubst du, dass du diese Macht bekommst, wenn du darum bittest?

2. SIEG GIBT’S NUR SOFORT

Wie sicher kannst du dir sein, dass Gott dein Gebet um den Sieg sofort erhört? Hier steht, wie sicher du dir sein kannst: So sicher, wie Jesu Worte wahr sind! »Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!« (Matthäus 7,11)

Ist es etwas Gutes, um den Sieg über Tabak oder ein anderes fleischliches oder moralisches Laster zu bitten? Natürlich! Man muss nicht mal fragen, ob es Gottes Wille ist! Er hat uns in der Bibel schon gesagt, dass er die Werke der Sünde und des Teufels zerstören will. Wenn wir allerdings um mehr Geld oder eine bessere Arbeit bitten, sollten wir immer hinzufügen: Dein Wille geschehe! Doch der Sieg über die Sünde ist jedem verheißen, der im Glauben bittet. Wird Gott uns den Sieg schenken, wenn wir darum bitten? Jesus sagte, dass Gott uns dies bereitwilliger schenken wird, als wir unseren Kindern zu essen geben, wenn sie hungrig sind. Er wartet nur darauf, unseren Glauben zu belohnen, indem er »allen euren Mangel ausfüllt nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus« (Philipper 4,19). So unbefristet und so unbegrenzt sind diese Zusicherungen, dass einem dabei schwindelig werden kann. Warum schöpfen wir nur so zögerlich aus diesen Gnadenschätzen? Warum ist es so schwer zu begreifen, dass Gott wirklich genau das meint, was er sagt?

Hier die nächste Frage: Woher wissen wir, dass wir den Sieg haben, sobald wir darum bitten? Einfach, weil er es so gesagt hat. Gott lügt nicht. Wir können seiner Verheißung vertrauen. In dem Augenblick, wo wir darum bitten, dürfen wir schon von der Tatsache ihrer Erfüllung ausgehen, ihm für das Geschenk danken, aufstehen und so leben, als ob es geschehen sei. Und es ist geschehen! Ein besonderes Gefühl als Beweis dürfen wir weder fordern noch erwarten. Allein durch unseren Glauben wird die selbsterfüllende Kraft freigesetzt, die in der Verheißung steckt.

3. AN DEN SIEG GLAUBEN

Das bringt uns zum dritten Vers: »Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!« (Römer 6,11) Das Wort halten bedeutet hier: glauben, dass es so ist. Jeder Glaubensschritt sollte ein Siegesgebet voller Glauben daran sein, dass der Sieg errungen ist.

Wie gelang es Petrus auf dem Wasser zu gehen? Er fragte Jesus, ob er aus dem Boot auf den stürmischen See treten könne. Jesus sagte zu Petrus: Komm! Doch wie lange konnte Petrus das Unmögliche vollbringen und auf dem Wasser gehen? Die Bibel sagt: »Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich!« (Matthäus 14,30)

Wovor hatte Petrus Angst? Er hatte Angst zu versinken und zu ertrinken. Obwohl Jesus ihm versichert hatte, dass er gefahrlos auf dem Wasser gehen könne, fing Petrus an, am Wort seines Meisters zu zweifeln. Und in diesem Moment begann er zu sinken. Solange er der Verheißung Jesu glaubte und im Glauben handelte, war er sicher. Als er zweifelte, sank er.

Was ist in deinem Leben das Unmögliche? Es ist nicht das Gehen auf dem Wasser. Ist es vielleicht das Überwinden des Tabaks oder einer anderen Lieblingssünde oder Sucht? Jesus sagt: »Komm her zu mir. Ich schenke dir den Sieg.« Solange du glaubst, dass du befreit bist, wirst du den Sieg haben. So einfach ist das. In dem Augenblick, wo du um den Sieg bittest, wird dieser Sieg in deinem Leben als Krafttank aufgestellt. Du spürst ihn nicht, aber er ist da. Er bleibt, solange du ihn im Glauben siehst.

Bei manchen Leuten ist die Befreiung so dramatisch, dass sie die Lust auf die Sünde komplett verlieren. Tabaksüchtige werden manchmal von ihrem Verlangen befreit. ABER DAS IST NICHT DIE REGEL. Normalerweise bleibt das Verlangen. Doch im Moment der Versuchung entspringt im Herzen die Kraft, die Versuchung links liegen zu lassen. Der Glaube akzeptiert die Tatsache der Befreiung und beansprucht diesen Sieg pausenlos. Denn er befindet sich im sicheren Besitz des Glaubenden.

4. DEN GLAUBEN LEBEN

Der letzte Schritt zum Sieg ist hier beschrieben: »Zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!« (Römer 13,14) Das Vertrauen auf die erworbene Gotteskraft ist so stark, dass man nicht einmal in Erwägung zieht, wieder unter die Sünde zu fallen. Bei dem alten Versuchsplan, hatte man Vorsorge fürs Versagen getroffen:

Die Zigaretten lagen auf dem Regal und der Raucher sagte sich: »Ich versuche, nie wieder zu rauchen. Falls ich es aber nicht schaffe, weiß ich, wo die Zigaretten sind.« Doch unter dem neuen Vertrauensplan brauchen wir vor dem Versagen aus menschlicher Schwäche keine Angst zu haben. Denn der Sieg hängt ja nicht von unserer Stärke ab, sondern von Gottes Kraft. Wir mögen zwar scheitern, doch er kann nicht scheitern. Die Zigaretten werden weggeworfen. Alle Pläne, die auch nur einen Hauch von Kompromiss beinhalten, werden fallen gelassen.

Der kleine Jim saß in der Patsche, denn er war gegen das Verbot seiner Mutter schwimmen gegangen. Als sie ihn fragte, warum er ungehorsam war, antwortete er: »Weil ich in Versuchung kam.« Da sagte die Mutter: »Ich habe aber schon heute Morgen mitbekommen, dass du deine Badehose eingepackt hast. Warum?« Jim erwiderte: »Weil ich mir schon dachte, dass ich in Versuchung kommen würde.« Diese Haltung ist typisch für alle, die ihrer eigenen Kraft nicht über den Weg trauen. Sie treffen Vorsorge für den Fall aller Fälle.

IST DAS NICHT ENTMUTIGEND?

Manche wenden ein, dass dieser Ansatz entmutigend sei. Was, wenn der Betroffene dann doch scheitert? Selbst Petrus fing an zu sinken. Erschüttert das nicht das Gottvertrauen, wenn der Sieg nicht von bleibender Natur ist? Nein. Dass Petrus sank, war in keinster Weise ein Versagen der göttlichen Kraft. Auch war es Jesu Wille geblieben, dass Petrus weiter auf dem Wasser gehen würde. Es zeigte nur, dass Petrus stärkeren Glauben benötigte, um Jesu Aufforderung permanent nachkommen zu können. Unser Glaube kann schwach werden. Vielleicht müssen wir an unsere völlige Abhängigkeit von seiner Stärke erinnert werden. Doch das tut Gottes schönem Plan keinen Abbruch. Durch »die überaus großen und kostbaren Verheißungen« der Bibel will Gott uns Macht und Sieg schenken. Doch ohne Glauben kann der Empfänger sich Gottes Verheißungen nicht zu eigen machen. Diese Grenze hat Jesus selbst deutlich definiert: »Euch geschehe nach eurem Glauben!« (Matthäus 9,29) Da steht es, liebe Freunde, ganz schlicht und einfach.

UND ES FUNKTIONIERT!

Wenn du dich nach Befreiung sehnst, funktioniert es. Nichts wird dem helfen, der seine Sünde nicht aufgeben will. Doch wenn du es willst, dann erhältst du SIEG, KRAFT und FREIHEIT. Strecke einfach deine Hand im Glauben aus! All das gehört dir. Glaube daran und beanspruche es jetzt in diesem Augenblick! Gott will, dass du frei bist.

Ende der Serie.

Teil 1

© www.amazingfacts.org

Zuerst im Deutschen erschienen im Versöhnungstag, März 2014
Mit freundlicher Genehmigung.


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