• Die Eliabotschaft heute wie damals: Kehrt um!

    Kehrt um!

    Autor des Artikels Norberto Restrepo, jun.

    Licht in der Finsternis durch Abkehr von der Sünde. Von Norberto Restrepo, jun.

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Mittwoch, 27 Dezember 2017 – 08:45 Uhr

Ein Spiegel unserer Gesellschaft Wie zu Noahs Zeiten

Wie zu Noahs Zeiten

Adobe Stock - www.photostock.am

Und vielleicht eine Spur schlimmer. Aber die neue »Arche« wird nicht nur 8 Menschen retten. Von Ellen White

»Der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse … Die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Frevel. Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde. Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen!« (1. Mose 6,5.11-13)

Das ist das inspirierte Zeugnis über die gesellschaftlichen Zustände zur Zeit Noahs – eine genaue Beschreibung der Generation, die in den Wassern der Flut unterging. Gott sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war und dass die Erde von Gewalttaten erfüllt war. Gottesfurcht war aus den Herzen der Menschenkinder fast völlig verschwunden. Gesetzlosigkeit herrschte überall und fast jede denkbare Sünde wurde praktiziert. Öffentlich und waghalsig lebten die Menschen ihre Bosheit. Die Schreie der Unterdrückten stiegen zum Himmel empor. Die Gerechtigkeit wurde in den Staub getreten. Die Starken ignorierten nicht nur die Rechte der Schwachen, sondern zwangen sie auch noch dazu, Gewalttaten und Verbrechen zu begehen.

Die Bosheit der Menschen war sehr groß, aber das war noch nicht alles: »Alles Trachten der Gedanken seines Herzens [war] allezeit nur böse.« Die Absichten und Wünsche des Herzens waren Tag für Tag gewissenlos.

Viele schmeicheln sich selbst damit, dass die Menschen in unserem erleuchteten Zeitalter mehr wissen und können als die Menschen vor der Sintflut; doch damit schätzen sie die körperlichen und geistigen Fähigkeiten dieses langlebigen Geschlechts falsch ein. In jener Frühzeit war das Wachstum langsam und solide. Die Menschen reiften damals nicht wie heute früh und schnell heran, sodass ihre Lebenskräfte rasch aufgebraucht waren. Ihre mentale Verfassung war exzellent, ihr Verstand stark und scharfsinnig. Hätten sich diese Menschen mit ihrer außergewöhnlichen Auffassungsgabe und Schaffenskraft ganz in Gottes Dienst gestellt, so hätten sie dem Namen ihres Schöpfers auf Erden Ehre gemacht und die Aufgabe erfüllt, für die er sie geschaffen hatte. Doch sie taten es nicht. »Alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde.« Viele waren Riesen, Menschen von großer Statur und Kraft, bekannt für ihre Weisheit, geschickt im Planen und Ausführen von raffinierten und wunderbaren Werken; aber gemessen an ihrer Geschicklichkeit und Geisteskraft war auch ihre Schuld enorm. Denn sie zügelten ihre Bosheit nicht.

Die vorsintflutliche Generation hatte von Gott viele großartige Gaben bekommen; doch sie nutzte diesen Reichtum der göttlichen Vorsehung nur für selbstsüchtige Zwecke. Sie verkehrte ihn in einen Fluch; denn sie drehte sich gedanklich und emotional um die Gaben statt um den Geber. Es gab eine große Vielfalt und unerschöpfliche Zahl stattlicher Bäume. Doch daraus baute man sich Tempel, in denen man boshafter Vergnügung nachging. Gold, Silber und Edelsteine gab es in Hülle und Fülle; doch auch damit wurden nur die Wünsche stolzer Herzen befriedigt.

Diese sündigen Menschen konnten Gottes Existenz nicht leugnen; aber sie wären froh gewesen, wenn es keinen Gott gegeben hätte, der ihre Taten sehen und sie zur Verantwortung ziehen konnte. Es war ihnen eine Freude, Gott aus ihrem Denken zu verbannen. Den Kindern brachte man keine Ehrfurcht vor ihrem Schöpfer bei. Sie wuchsen mit unkontrollierten Wünschen auf und ohne Grundsätze oder Gewissen. Ihre Gedanken drehten sich ausschließlich darum, wie sie sich gegenseitig mit Vergnügungen und Lastern übertrumpfen konnten. Der Himmel jenseits dieser Welt war ihnen völlig egal.

Doch nicht die ganze Welt war verdorben. Es gab ein paar wenige treue Gotteszeugen: Metuschelach, Henoch, Noah und viele andere setzten sich dafür ein, die Erkenntnis über den wahren Gott lebendig zu erhalten und der Flut der Unmoral zu wehren. Gott erklärte, dass sein Geist nicht ewig mit den schuldigen Menschen ringen würde, sondern dass ihre Bewährungszeit 120 Jahre dauern würde; wenn sie dann nicht aufhören würden, mit ihren Sünden die Welt und ihre Reichtümer zu verschmutzen, würde er sie aus seiner Schöpfung vertilgen. Die genannten treuen Diener der Gerechtigkeit verkündeten die Warnungsbotschaft. Doch das Licht wurde nicht beachtet, und die Predigt Noahs und seiner Mitarbeiter machte immer weniger Eindruck auf die Herzen. Viele, sogar Menschen, die Gott anbeteten, hatten nicht genug moralische Kraft, um sich gegen die verderblichen Einflüsse dieses Zeitalters zu wehren. So wurden sie durch die zauberhaften Verlockungen, die sie ständig vor Augen hatten, zur Sünde verführt.

Doch schließlich war Gottes Geduld ausgeschöpft. Hartnäckig widerstand man den Zurechtweisungen, die den Sündern ins Gewissen redeten. Auch die Warnungen, die Gottes Boten verkündeten, verhallten im Wind. So machte diese Generation das Maß ihrer Bosheit voll und wurde reif für die Vernichtung. Weil die Menschen ihre Gaben pervertierten, entstellte und vernichtete Gott die Dinge, mit denen er sie so gerne gesegnet hätte; er schwemmte die Tiere des Feldes fort und die reiche Vegetation, die einen so unerschöpflichen Nahrungsvorrat bereitstellte, und verwandelte die schöne Erde in einen unüberschaubar großen Schauplatz der Verwüstung und des Verderbens. Auch die schuldigen Menschen sollten untergehen in den Umwälzungen der Welt, die sie zu ihren Götzen gemacht hatten.

Wird dieses Bild der vorsintflutlichen Welt nicht heutzutage reproduziert? Der Mensch ist schließlich nicht reiner und heiliger geworden seit der Zeit Noahs. Sein Herz hat sich nicht verändert. Noch immer gilt: »Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig.« (Jeremia 17,9) Die intensive Weltzugewandtheit jener Generation wird durch die heutige Generation noch übertroffen. Geld wird verschwenderisch für kostspielige Häuser ausgegeben, für edle Pferde, teure Fahrzeuge und andere Luxusartikel und Statussymbole, während den Armen Essen und Kleidung fehlt. Die Furcht Gottes ist aus den Herzen der Menschenkinder verbannt und sein Gesetz wird gleichgültig und nachlässig behandelt.

Jesus sagte: »Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.« (Matthäus 24,38-39) Gott verurteilte die Menschen vor der Flut nicht für ihr Essen und Trinken; er hatte ihnen ja die Früchte der Erde in großer Fülle gegeben, um ihre körperlichen Bedürfnisse zu stillen. Ihre Sünde bestand darin, dass sie diese Geschenke nahmen, ohne sich bei ihrem Geber dafür zu bedanken und dass sie ihrem Appetit zügellos frönten.

Es war auch legitim für sie zu heiraten. Gott hatte die Ehe eingerichtet. Sie gehörte zu den ersten Institutionen, die er begründete. Er gab konkrete Anleitung für die Ehe und umgab sie so mit Heiligkeit und Schönheit; doch man hatte diese Anleitung vergessen und die Ehe zu einem Mittel der Lustbefriedigung degradiert. Die Gottesfürchtigen vermischten sich mit den Verdorbenen und übernahmen nach und nach dieselbe Mentalität und Kultur. »Da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.« (1. Mose 6,2)

Heute ist es mit der Ehe nicht viel anders. Ehen werden zwischen Gottesfürchtigen und Ungläubigen geschlossen, weil sie sich in der Auswahl ihrer Partner von ihrer Neigung leiten lassen. Die beiden bitten Gott nicht um Rat und haben dabei auch nicht seine Ehre im Blick. Die Christlichkeit sollte die Ehebeziehung lenken und heiligen; doch schon die Partnerwahl findet ohne christliche Grundsätze statt. Unkontrollierte Leidenschaft ist das Fundament vieler Ehen, die heute geschlossen werden.

In Noahs Zeit lachten viele über seine Warnungen. Sie sagten, dass die Natur von Gesetzen regiert werde, die eine Flut unmöglich machten. Hätte er recht mit seinen Worten, würden ihm die großen, weisen und gelehrten Männer beipflichten. Was Noah über die kommenden Katastrophen sagte, stieß auf völligen Unglauben; aber dieser Unglaube verhinderte doch nicht den Sturm, der sich zusammenbraute. Zur bestimmten Zeit »brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich« (1. Mose 7,11), und die Erde wurde von ihrem Verderben reingewaschen. Nur die, die in der Arche Schutz suchten, wurden gerettet.

Liebe Leser, es kommt noch ein Sturm. Die Erde wird wieder von Gottes verwüstendem Zorn überflutet werden. Wieder werden Sünde und Sünder vernichtet. Ist das etwa eine Nebensache? Was sagen denn die Propheten über diesen Tag Gottes: »Siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.« (Maleachi 3,19) »Ach, was für ein Tag! Ja, der Tag des HERRN ist nahe, er kommt als eine Verwüstung vom Allmächtigen!« (Joel 1,15) »Nahe ist der große Tag des HERRN; er ist nahe, und sehr rasch kommt er herbei! Horch, der Tag des HERRN! Bitter schreit dort auf der Held. Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Bedrängnis, ein Tag des Ruins und der Zerstörung, ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels.« (Zefanja 1,14-15)

Doch auch wenn dieser Tag ein Tag der Angst und Bedrängnis für den Bösen sein wird, wird der Gerechte sagen können: »Seht, das ist unser Gott … auf den wir hofften; nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung!« (Jesaja 25,9) Die Wahrheit wird ihr Schirm und Schild sein. Gott wird ihre Zuflucht sein und unter seinen Flügeln werden sie sich bergen (Psalm 91,2.4). Der Psalmist sagt: »Denn du sprichst: Der HERR ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht; kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen. Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.« (Psalm 91,9-11)

Aus: Bible Echo, 1. Juli 1887


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