• Von der Sehnsucht nach Gänsehaut und Selbstbestätigung: Wenn Träume und Visionen lügen

    Wenn Träume und Visionen lügen

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    Wie man falsche Träume und Visionen erkennen kann … Von Ellen White, Jeremia Ben-Hilkija und Hesekiel Ben-Busi

     
Mittwoch, 12 September 2018 – 05:57 Uhr

Bolton droht Internationalem Strafgerichtshof: Ohne uns geht nix!

Ohne uns geht nix!

Das Gebäude der Vereinigten Nationen in New York City - Pixabay - jensjunge

Die USA lassen erneut ihre Muskeln spielen und dulden keine Weltinstanz über sich. Von Kai Mester

John Bolton, der Sicherheitsberater des Weißen Hauses drohte dem Internationalen Strafgerichtshof: Die USA werden ihn sterben lassen. Warum? Weil dieser ein Verfahren gegen einige US-Soldaten führen und evtl. auch eine Anklage Palästinas gegen Israel anhören will.

Das Nahostdrama wird weiter von den USA genutzt, um internationale Instanzen zu delegitimieren. Aus der UNESCO – das ist die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur – wird sie deshalb gemeinsam mit Israel zum Ende des Jahres austreten. Ihre finanzielle Unterstützung für UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, wollen sie ebenfalls komplett einstellen.

Das passt insofern ins Bild, als die USA auch begonnen haben, aus internationalen, multilateralen Verträgen auszusteigen, um sie neu zu verhandeln oder ganz auf bilaterale Verträge umzusatteln, sei es beim Thema Handel, Klima oder Iran. Denn »America First« gilt ja seit Januar 2017 als Programm.

Durch ihr Vetorecht oder ihren unverhältnismäßig großen Anteil am Finanzierungskuchen der meisten internationalen Organisationen sitzen die USA einfach am längsten Hebel.

So ist es vorausgesagt

Das passt zu den Voraussagen, die der christliche Apostel Johannes auf der ägäischen Insel Patmos niederschrieb. Demnach gibt es nur eine endzeitliche Weltmacht, der es gelingen wird, den Geist und die Begeisterung der Weltbevölkerung in eine Richtung zu lenken: die USA (Offenbarung 13,8.11-14).

Diese Weltmacht gibt sich lammähnlich, also christlich, spricht aber mit Drachenstimme, also antichristlich (Vers 11). Sie handelt als Handlanger einer mittelalterlich-christlichen Macht, die fast schon als überholt galt, aber von den USA bald wieder populär gemacht werden sollen: des römischen Kirchenstaats (Vers 3.12). Diese mittelalterliche Macht empfing ihren Thron vom Drachen selbst, der bei Johannes auch ein Bild für das antike Rom ist, das schon zu Zeiten des Messias agierte (12,4.5).

Diese Bildersprache im Buch Offenbarung geht auf die Visionen des jüdischen Propheten Daniel zurück. Das grausame Tier mit den zehn Hörnern wird schon dort eingeführt (Daniel 7,7). Dreimal sogar beschreibt Johannes diese Weltmacht in unterschiedlicher Gestalt und mit dem Schwerpunkt auf unterschiedlichen historischen Epochen (Offenbarung 12,13,17). Doch seine zehn Hörner stellen immer die römisch geprägte Völkergemeinschaft dar (Daniel 7,24), die sich aus dem antiken Rom entwickelte und bis heute den Globus immer stärker dominiert. Das politische Christentum, das sich erst nur in Europa kristallisierte, ist heute auch in Lateinamerika, Südafrika, Australien, Russland usw. beheimatet, ja Asien und Afrika sind teilweise christlicher geworden als Europa selbst.

Die Völkergemeinschaft kann sich abzappeln, wie sie möchte, laut Prophezeiung erhält sie nur »eine Stunde« Macht (Offenbarung 17,12), und diese auch nur gemeinsam mit dem römischen Kirchenstaat. Einige Ausleger rechnen die Stunde nach dem biblisch-prophetischen Tag-Jahr-Prinzip aus Daniel Kapitel 9 zu fünfzehn tatsächlichen Tagen um – auf jeden Fall eine sehr kurze Zeit, die mit der Rückkehr des Messias enden soll (Vers 14).

Wir brauchen nicht überrascht zu sein

Es darf uns also nicht wundern, wenn die UNO und andere internationale Organisationen weitgehend zahnlose Instanzen bleiben, die meist nur da greifen, wo sie als ausführendes Organ der USA tätig werden.

Im Gegenteil: Wir dürfen die alten Prophezeiungen wieder mit größerer Aufmerksamkeit lesen. Denn wenn sie vor so langer Zeit historische Entwicklungen mit verblüffender Präzision aufzeigten, lohnt es sich bestimmt, ihre Weisheiten zu unserem persönlichen Schicksal auch heute besser unter die Lupe zu nehmen. Zumal sie eine hoffnungsfrohe Note in diese unsichere Welt bringen:

»Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! … Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! … Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können.« (Offenbarung 1,3; 19,9 ELB; 22,14 SLT)


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