• Über Reue wird nur noch selten gepredigt: In trügerischer Sicherheit?

    In trügerischer Sicherheit?

    Adobe Stock - Sergey Furtae

    Haben wir wahre Reue verlernt, weil wir meinen, sie schickt sich nicht für einen dankbaren und fröhlichen Christen? Von John Andrews

     
Montag, 29 Juni 2015 – 10:15 Uhr

Die letzten Tage kommen: Sind wir vorbereitet?

Sind wir vorbereitet?

Bild: Niyazz - Shutterstock.com

Ein paar Schlaglichter auf die kommende Krise und ihre zeitliche Einordnung. Von Jeff Wehr

Sie kommt auf uns zu – gewaltig wie ein Eisberg – die letzte Krise der Erde, die Endkrise! Wie können wir uns auf sie vorbereiten? Wir brauchen eine »höhere, tiefere, breitere Erfahrung, als viele sie schon zu besitzen meinen.« (Ministry of Healing, 503)

Wir leben in einer außergewöhnlichen Zeit, die eine außergewöhnliche Botschaft braucht, verkündigt von einem Gottesvolk, das eine außergewöhnliche Erfahrung im Glauben hat. Dennoch schrieb die Dienerin des HERRN: »Ich sah, dass die ›Übrigen‹ nicht vorbereitet sind auf das, was auf die Erde zukommt … Für die ›Übrigen‹ muss intensiv gearbeitet werden … Zu rasch lässt man sich von dieser Vorbereitung ablenken und von den äußerst wichtigen Wahrheiten für diese letzte Zeit … Sabbathalter, lasst euer eigenes Ich sterben! … Ihr habt euch an unbedeutenden Dingen aufgehalten.« (Early Writings, 119-121; vgl. Erfahrungen und Gesichte, neue Ausgabe, 110-112)

Ein Junge rannte so schnell er konnte, um den Schulbus zu erwischen, aber der fuhr schon los und entfernte sich immer weiter. Als der Bus in die Hauptstraße einbog, gab der Junge auf. Ein alter Mann, der ihn beobachtet hatte, sagte zu dem Jungen: »Nur ein bisschen schneller, und du hättest den Bus erwischt.« Der Junge antwortete: »Nein, mein Herr. Schnell genug laufen kann ich schon, ich hätte halt früher damit beginnen sollen.«

Viele aus Gottes Volk versäumen die nötige Vorbereitung. Und plötzlich ist es zu spät für den Bus. »Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!« Bereiten wir uns auf die letzte Krise vor!

Wann kommt sie, die Krise?

Gott hat mit unserer Gemeinde schon lange Geduld. Eigentlich sollten wir bereits im himmlischen Kanaan sein. »Gott wollte nicht, dass die Wiederkunft Jesu sich so lange verschiebt und sein Volk so viele Jahre in dieser sünden- und sorgenbeladenen Welt bleiben muss.« (Great Controversy, 458; vgl. Der große Konflikt, 430)

Warum hat der HERR den Termin für Jesu Rückkehr nach hinten verschoben? »Die lange dunkle Nacht ist anstrengend, aber der Morgen wird aus Gnade aufgeschoben, weil viele unvorbereitet sind auf das Kommen des Meisters. Der Grund für die lange Verzögerung: Gott will nicht, dass sein Volk umkommt.« (Testimonies 2, 194)

Wird Gott noch ein weiteres Jahrtausend Geduld haben? »Gott kann es nicht länger ertragen.« (Ebenda 9, 96) »Es gibt eine Grenze. Ist sie erreicht, können die Gerichte des HERRN nicht länger aufgehalten werden.« (Prophets and Kings, 417)

Während sich die Ankunft des Bräutigams verzögert, fallen die zehn Jungfrauen, die Gemeinde, in den Schlaf. Dennoch: »Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus, ihm entgegen!« (Matthäus 25,6) Die Ankunft des Bräutigams in diesem Gleichnis bedeutet das Ende der Gnadenzeit für die Gemeinde (Christ's Object Lessons, 412). Im Jahr 1844 ertönte ein Mitternachtsruf, aber in diesen letzten Tagen wird ein weiterer Mitternachtsruf erschallen.

Wer eingeschlafen ist, merkt es meistens nicht, und darin liegt die Gefahr: Er wacht weder, noch wartet er unter Gebet. Es gilt aufzuwachen, denn »eine große Krise erwartet Gottes Volk. Eine Krise erwartet die Welt. Der wichtigste Kampf aller Zeitalter steht uns direkt bevor.« (Testimonies 5, 711)

»Böse Mächte vereinen und stärken sich – sammeln Kraft für die letzte große Krise.« (Ebenda 9, 11)

Worin besteht sie, die Krise?

»Das Wort Gottes erklärt deutlich, dass … die bekennende protestantische Welt ein Bündnis mit dem ›Menschen der Sünde‹ eingehen wird (2. Thessalonicher 2,3.4), und dass Welt und Kirche auf korrupte Weise einander ergänzen werden. Dann wird die große Krise die Welt ereilen.« (Selected Messages 2, 367)

Die Protestanten in den USA öffnen dem Vatikan die Tür, sodass er die verlorene Vorherrschaft wieder gewinnen kann. Indem man sich bemüht, die Kirche staatlich zu unterstützen und dies rechtlich zu verankern, wird man die Mauer zwischen Staat und Kirche einreißen. Dann werden Sonntagsgesetze sich ihren Weg durch unsere Parlamente bahnen.

Was bewegt die Kirchen dazu, den Staat um Hilfe zu bitten? »Der Abfall brachte die frühe Kirche dazu, den Staat um Hilfe zu bitten. Dadurch wurde der Weg gebahnt für die Entwicklung des Papsttums, des Tieres … So wird der Abfall in der Kirche dem Bild des Tieres den Weg bahnen.« (The Great Controversy, 443-444; vgl. Der große Konflikt, 415)

Was ist mit dem »Bild des Tieres« gemeint? »Wenn die leitenden Kirchen der Vereinigten Staaten sich in den Lehrpunkten vereinen, die sie gemeinsam haben, und den Staat beeinflussen, ihre Resolutionen durchzusetzen und ihre Institutionen zu finanzieren, dann wird das protestantische Amerika ein Bild von der Priesterherrschaft Roms geschaffen haben, und die Verhängung von Zivilstrafen gegen Andersgläubige wird die unvermeidliche Folge sein.« (Ebenda, 416)

Was bedeutet der Ausdruck, »dem Bild des Tieres Leben zu geben» (Offenbarung 13,15)? »Wenn unsere Nation ihren Regierungsprinzipien derart abschwört, dass sie ein Sonntagsgesetz erlässt, … dann bedeutet dies nichts anderes, als dass sie die Tyrannei wieder zum Leben erweckt, die schon lange und begierig auf eine Gelegenheit wartet, ihre Gewaltherrschaft aktiv auszuüben. (Testimonies 5, 711)

Wann wird das Bild des Tieres entstehen? »Das Bild des Tieres wird vor dem Abschluss der Gnadenzeit entstehen; an ihm wird Gottes Volk wie nie zuvor geprüft werden, an ihm entscheidet sich sein ewiges Schicksal.« (Selected Messages 2, 81)

Was ist das »Malzeichen des Tieres»? »Das Malzeichen des Tieres ist … das Heilighalten des ersten Wochentages. Dieses Malzeichen unterscheidet jene, welche die Oberherrschaft des Papstes anerkennen, von denen, die sich Gottes Autorität unterordnen.« (Testimonies 8, 117)

Wann werden die Menschen das »Malzeichen des Tieres« bekommen? »Es gibt heute treue Christen in jeder Kirche, die römisch-katholische Gemeinschaft nicht ausgenommen. Sie glauben aufrichtig, der Sonntag sei der von Gott verordnete Sabbattag. Gott anerkennt ihre ehrliche Absicht und ihre Rechtschaffenheit. Wenn aber die Sonntagsfeier gesetzlich erzwungen wird, und die Welt verpflichtet wird, den wahren Sabbat zu heiligen, dann wird jeder, der Gottes Gebot übertritt, das Papsttum höher ehren als Gott. Denn er gehorcht einem Befehl, der keine höhere Autorität hat als die Roms … Er betet das Tier und sein Bild an … Erst wenn die Menschen auf diese Weise eindeutig vor der Entscheidung stehen, wenn sie wählen müssen zwischen Gottes Geboten und Menschengeboten, dann wird, wer in seiner Übertretung beharrt, das Malzeichen des Tieres empfangen.« (The Great Controversy, 449)

Wird das Erzwingen des US-Sonntagsgesetzes sich auf die Gemeinde auswirken? »Mitteilungen von Geistern werden besagen, Gott habe sie gesandt, um die Sonntagsgegner von ihrem Irrtum zu überführen und zu bestätigen, dass man die Landesgesetze wie Gottes Gesetze halten müsse … Eine große Empörung wird sich gegen alle erheben, die sich weigern, ihrer Aussage zuzustimmen.« (Ebenda, 591)

»Wenn Gottes Gesetz für ungültig erklärt wird, dann wird die Gemeinde durch heftige Prüfungen gesichtet werden und eine größere Anzahl, als wir heute annehmen, wird den verführerischen Geistern und Lehren des Teufels Glauben schenken.« (Selected Messages 2, 368)

Was wird das für eine Krise sein! Es ist höchste Zeit, sich vorzubereiten. »Wie viele sah ich in der Zeit der Trübsal völlig schutzlos! Sie hatten die nötige Vorbereitung vernachlässigt.« (Early Writings, 71)

Schließen wir mit dieser wertvollen Verheißung: »Auf jede Wolke, die die Gemeinde überschattet hat, war Gott vorbereitet; jeden Widerstand, der aufkam, um gegen Gottes Werk zu arbeiten, hat Gott vorhergesehen. Alles ist eingetroffen, wie er es durch seine Propheten voraussagte. Er hat seine Gemeinde weder im Dunkeln noch im Stich gelassen, sondern hat in prophetischen Erklärungen das vorgezeichnet, was kommen würde. Er hat geschehen lassen, was er den Propheten durch den Heiligen Geist offenbart hat …

Alle seine Pläne werden erfüllt und stehen fest. Sein Gesetz ist mit seinem Thron verbunden und selbst satanische Kräfte, mit menschlichen kombiniert, können es nicht zerstören.

Wahrheit wird von Gott eingegeben und geschützt; sie wird leben und siegen, obwohl es manchmal scheint, als sei sie verdunkelt. Jesu Evangelium ist das Gesetz, das im Charakter veranschaulicht ist. Jede gegen es gerichtete Täuschung, jedes Mittel, das Falschheit rechtfertigen will, jeder von satanischen Kräften geschmiedeter Irrtum, wird schließlich für immer zerfallen, und der Triumph der Wahrheit wird sein, wie wenn die Sonne am Mittag durch die Wolken bricht. Die Sonnenstrahlen der Gerechtigkeit werden Heilung bringen, und ihr Glanz wird die ganze Erde erleuchten.« (Selected Messages 2, 108)

Zuerst im Deutschen erschienen in Unser festes Fundament, 5-1997

Quelle: Our Firm Foundation, Dezember 1996, Seite 24-25


Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Papst Franziskus in Nahost: Friedensapostel oder Antichrist?
Aus dem Leben eines Sanitäters: Zu spät – nur einen Augenblick
Der schmale Weg: Bin ich gesetzlich?
Transkript der Predigt von Präsident Ted N. C. Wilson anlässlich der Herbstsitzung des GK-Exekutivausschusses 2014: Gottes prophetische Bewegung, ihre Botschaft, ihr Auftrag und der Versuch Satans, sie außer Gefecht zu setzen
Vom Engel besucht: William Miller und sein Auftrag
Familie am Sabbat: Sabbatgestaltung mit Kindern
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Unsere Datenschutzerklärung