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    Das GOLD für Laodizea

    film1Viele Nachrichten aus TV, Internet und den Zeitungen (Demo, Verschwörung, Corona, Flüchtlinge, Rassismus etc.) bewegen zur Zeit die Gemüter. Von Waldemar Laufersweiler

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Mittwoch, 25 März 2020 – 09:55 Uhr

Kontakt- und Ausgangssperren im Seuchenzeitalter: Hinter verschlossenen Türen

Hinter verschlossenen Türen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Biblische Anregungen und Verheißungen. Von Kai Mester

Wie zahlreiche Länder sind wir wegen des Coronavirus auch im deutschsprachigen Gebiet von Kontakt- oder Ausgangssperren betroffen.

Als ich heute Morgen bei uns im Schwarzwald vom Hügel in die Rheinebene hineinhorche, erlebe ich eine ungekannte Stille. Der sonst von Autos, Lastern und Zügen brodelnde Kessel strahlt einen angenehmen Frieden aus. Auch von oben ist es merkwürdig still. Der Himmel ist blau, nur sehr selten sieht man ein Flugzeug. Es ist, als hätte sich die Natur ihr Reich ein Stück weit zurückerobert.

Da werden meine Gedanken auf einen Bibelvers gelenkt, indem es um eine geschlossene Tür geht, und ich mache einen Streifzug zu ähnlichen Texten. Gerne nehme ich die Leser mit auf meine Reise.

Stadt am Vulkan

Es wogt eine Menschenmenge vor einem Haus und fordert lautstark die Herausgabe von zwei Fremden. Der Gastgeber steht vor der Tür und versucht zu verhandeln. Da ziehen ihn die Fremden wieder ins Haus hinein, und verschließen die Tür (1. Mose 19,6-10).

Lot in Sodom, kurz vor dem Ausbruch des »Vulkans«. Die Fremden entpuppten sich als Engel und retteten ihn aus der dem Untergang geweihten Stadt. Pompeji wiegte sich am Fuß des Vesuvs zweitausend Jahre später in ähnlicher Sicherheit wie die skrupellosen Einwohner Sodoms. Sodom und Pompeji, zwei Städte mit Symbolkraft. Heute, wo fast noch einmal so viel Zeit verstrichen ist, leben zum ersten Mal in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Eine ganze Zivilisation, reif für die Katastrophe.

Lebst du auch in der Stadt? Vielleicht sogar in einem Single-Haushalt? Macht dich die Ausgangssperre nachdenklich? Auch dir gilt die dringende Einladung: »Zieh weg aus der Stadt, damit du vor den Katastrophen geschützt bleibst, die sie ereilen werden.« (frei nach Offenbarung 18,4)

Zwischen Quarantäne und Aussendung

Ziehen wir weiter zu einem anderen »Vulkan«. Vor ihm breitet sich eine Ebene aus, in dem gerade inmitten eines gigantischen Zeltlagers eine Priesterkaste geweiht worden ist. Sie wird nach ihrem Einzug ins gelobte Land für die Befolgung neuer Reinheitsgebote zu sorgen haben. Wenn einer ihrer Priester grünen oder roten Schimmel an einer Hauswand entdeckt, so soll er »aus dem Hause herausgehen, an die Tür treten und das Haus für sieben Tage verschließen« (3. Mose 14,38). Eine der ersten Quarantänevorschriften aus dem Altertum.

Aaron und seine Söhne am Fuß des Sinai in Arabien. Das Volk Israel, das sich nach diesen Vorschriften richtete, bestand nur aus zwei Millionen Menschen, hat aber alle Anschläge seiner Feinde bis heute überlebt. Als modernes Israel stellt es auch heute noch unter Quarantäne. Diesmal keine Häuser, sondern – im Angesicht von Corona – alle Einwohner. Sie sollen in den Häusern bleiben, und die Knesset hat ein neues Gesetz verabschiedet, dass die Verfolgung von Infizierten über Handydaten erlaubt (Stichwort Tracking).

Bist du auch in Quarantäne? Das tägliche Bad in der Menschenmenge an Bahnhöfen, in Einkaufszentren und Fußgängerzonen kann in Zeiten hochgefährlicher Viren fatal sein. Wenn nicht für einen selbst, so doch für die gesamte Gesellschaft. Wurden schon deshalb in weiser Voraussicht beim Turmbau zu Babel die Stadtbewohner über die ganze Erde zerstreut, »dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen« (1. Mose 11,8)?

Zerstreuung heißt auf Griechisch Diaspora. Jesus sandte seine Jünger daher in die Diaspora, wenn er sagte: »Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!« (Markus 16,15) Geht hin als Ärzte und Pfleger, Lehrer und Berater, und die Liste ließe sich mit allen fortsetzen, die die Frohe Botschaft verbreiten helfen. Doch jetzt dürfen wir in der Quarantäne erst mal in uns gehen und uns fragen, ob wir diesem Auftrag nachgekommen sind.

Wenn man keinen Ausweg sieht

Die Reise geht weiter: Ein paar Jahrhunderte später. Dort weint eine Frau über den Tod ihres Mannes. Auch finanziell weiß sie nicht mehr weiter. Da gibt ihr ein Prophet den Rat: »Geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen.« (2. Könige 4,4) Ihr restliches Öl soll sie in viele Gefäße füllen, die sie aus der Nachbarschaft geliehen hat. Sie folgt dem Rat und macht ein kleines Vermögen.

Die kurze Kontakt- und Ausgangssperre, die ihr der Prophet für die Zeit des Ölgießens auferlegte, wurde für sie zum großen Segen. Hast du jetzt auch Zeit für liebe Menschen? Kannst du auch das wenige Etwas, das dir noch geblieben ist, nutzen wie die Witwe? Gerade jetzt mag etwas Neues beginnen in deinem Leben. Lass es dir von Gott zeigen!

Ist der Zug schon abgefahren?

Nicht lange danach stirbt der einzige Sohn einer Frau, die dem eben genannten Propheten oft Quartier gibt. Da legt sie »ihn aufs Bett des Mannes Gottes und schließt hinter ihm zu« (2. Könige 4,21). Sie schickt nach dem Propheten. Als er eintrifft, geht er »hinein und schließt die Tür hinter sich zu und betet zum HERRN« (Vers 33). Zweimal wärmt er den Toten mit seinem eigenen Leib. Dann niest dieser sieben Mal und kehrt zurück ins Leben.

Entdeckst du in deiner Ausgangssperre auch einen Toten in deinem Haus? Ist es dein eigenes geistliches Leben oder das eines geliebten Menschen oder gar der ganzen Familie? Oder ist es einfach nur ein Bereich deines Lebens, der lange Zeit brach gelegen hat? Die Ausgangssperre kann auch hierin etwas bewirken.

»Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor.« (Jesaja 43,19)

Unsere Reise führt mich schließlich zu Jesus. Da, wo eigentlich alle Irrfahrten enden sollten. Hier erhalte ich letzte Gewissheit in der Ermutigung: »Wenn du betest, geh in dein Zimmer, schließ die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen.« (Matthäus 6,6 NGÜ) Wer nicht gerade im Pflegeberuf oder in der Lebensmittelbranche arbeitet, der hat womöglich jetzt besonders viel Zeit, diesen Rat umzusetzen.

Ich bin gespannt, wie Gott dieses Gebet beantwortet. Denn ich möchte einmal, dass viele geliebte Menschen dabei sind, wenn die Gäste zum himmlischen Hochzeitsmahl eingehen, »und die Tür geschlossen wird« (Matthäus 25,10). Hoffentlich dient das Nachdenken und Beten in der jetzigen Ausgangssperre dazu, die Zahl der Zuspätkommer zu minimieren. Vielleicht hat das Ganze ja auch schon mit dem Aufwachen zu tun, das die geladenen Jungfrauen erlebten, als der Ruf erging: »Siehe, der Bräutigam kommt.«

An alle, die sich für Seine Worte interessieren – hier ist noch eine Aussage von ihm, die mir Mut macht: »Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.« (Offenbarung 3,8)


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