• Im Missionsfeld wird jeder gebraucht: Vom Feuer in den Urwald

    Vom Feuer in den Urwald

    Montserrat - eine Insel in der Karibik. Sie gehört zu den Kleinen Antillen. Bild: Adobe Stock - IndustryAndTravel

    Wer sich ganz in Gottes Hände legt, darf Großes erleben. Von Valerie Jones

Mittwoch, 09 Januar 2019 – 08:18 Uhr

Im Missionsfeld wird jeder gebraucht: Vom Feuer in den Urwald

Vom Feuer in den Urwald

Montserrat - eine Insel in der Karibik. Sie gehört zu den Kleinen Antillen. Bild: Adobe Stock - IndustryAndTravel

Wer sich ganz in Gottes Hände legt, darf Großes erleben. Von Valerie Jones

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Ich wurde auf Montserrat, einer Insel, in der Karibik geboren und zog nach England um, nachdem der Vulkan mein Haus zerstört hatte. Nach 16 Jahren in England wollte ich in die Karibik zurück. Ich vermisste sie so sehr. Da mein Haus in Montserrat zerstört war, zog ich auf die Insel St. Martin, für mich eine zweite Heimat.

Nach einer Nahtoderfahrung mit dem Vulkan in meiner Heimat Montserrat, einer Insel im britischen Überseegebiet der Karibik, siedelte ich nach England über. Ich hatte mein Haus und meinen Besitz verloren. So fing ich wieder bei Null an. Zwei Jahre später kaufte ich mein zweites Haus und war Gott dankbar, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben. Ich freute mich so über den gelungenen Neubeginn, dass ich viel Geld und Zeit in die Ausstattung und Dekoration meines Hauses steckte, um es so gemütlich wie möglich zu machen.

Eines Tages lag ich im Bett und schaute an die Decke … »Wie schön ist dieser Kronleuchter doch! Wie weit habe ich es gebracht! Was brauche ich mehr? Ich habe alles erreicht!« Doch da schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: »Alles ist nichtig und Haschen nach Wind!« (Prediger 1,14) So sagte ich zum HERRN: »Ich würde das alles für ein einfaches Leben aufgeben.« Denn mit dem Geld wächst auch die Unsicherheit. Außerdem dachte ich: »Was für eine untreue Haushalterin bin ich doch … statt im Segen Gottes zu baden, sollte ich ihn mit anderen teilen.« Da sagte ich Gott, dass ich für ihn arbeiten wolle.

Ich zog zurück in die Karibik, diesmal auf die Insel St. Martin (teils französisches, teils niederländisches Hoheitsgebiet), und begann eine Ausbildung als Gesundheitsmissionarin. Nach meinem Abschluss arbeitete ich als Buchevangelistin und mit natürlichen Heilmitteln. Ich erlebte, wie Gott wieder ein Wunder in meinem Leben vollbrachte: Er war für mich da an einem Ort und in einer Zeit mit großen Schwierigkeiten.

Ich schaue schon viele Jahre die YouTube Videos von Uncle David Gates. Eines Tages schaute ich ein Video, wo er sagte, dass Gott uns alle zu Missionaren machen möchte. So entschloss ich mich, den Sprung zu wagen. Schließlich hatte ich ja schon das Zertifikat von meiner Ausbildung zur Gesundheitsmissionarin. Ich fing an, meine Habseligkeiten zu verkaufen, meine Klamotten … warf Ballast ab für meinen Umzug. Ich buchte meinen Flug nach Guyana für den 6. September 2017, packte und wartete auf den großen Tag. Alle, auch meine Tochter, dachten: Jetzt begeht sie den schlimmsten Fehler ihres Lebens!

Im nächsten Video, das ich mir von Uncle David anschaute, erzählte er die Geschichte eines Mannes, der sich in einem Traum vor der Himmelstür sah, wo der Engel sagte: »Links, rechts, links.« Als er beim Engel ankam, sagte der »Links, denn du bist nur fast gerettet.« Hat Gott dir nicht gesagt: »Zieh aufs Land!« ? Der Mann erwachte dankbar über die zweite Chance, die Gott ihm schenkte. Kurz darauf hatte seine Frau einen Traum und bekam gesagt, sie würden Gott immer noch nicht folgen; denn sie befänden sich weiterhin in der Stadt.

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Ein Hurrikan zerstörte die Insel genau an dem Datum, an dem ich eigentlich ins Missionsfeld fliegen sollte. Wäre ich bis dahin geblieben, hätte es lange gedauert, bevor ich in Guyana angekommen wäre. St. Martin wurde verwüstet und es brauchte Monate, bis sie den Flughafen wieder aufgebaut hatten.

Da kam mir der Gedanke: »Worauf warte ich eigentlich? Ich sollte sofort losfliegen!« Also buchte ich meinen Flug auf den 16. August um. Zwar kostete mich die Umbuchung Geld, aber ich fand: Der Gehorsam darf mich ruhig etwas kosten. Ich flog nach Guyana und kam am 17. August an. Alle meine Habseligkeiten ließ ich zurück. Sie würden mir später durch einen Seehafenspediteur nachgeschickt werden. Am 6. September, meinem ursprünglich gebuchten Reisetag, zerstörte der Hurrikan Irma die Insel. Niemand konnte die Insel mehr verlassen. Ich war schockiert. »Was wäre geschehen, wenn ich gewartet hätte? Die Fässer mit meinem Gepäck waren verloren. Sie kamen zwar an, aber ich musste meine Kleider und Habseligkeiten wegen Wasserschaden wegwerfen.

Ich lobe Gott, denn ich hätte mein Leben verlieren können, wie einige auf der Insel. Wenigstens aber hätte ich auf der Insel festgesessen, wenn ich den Eingebungen des HERRN nicht gefolgt wäre.

Inzwischen habe ich mich entschlossen, auf Lebzeit Missionarin zu sein. Ich fühle mich angekommen – hier in meiner Arbeit für den HERRN. Hätte ich den Schritt doch nur früher getan! Aber Gott weiß, was das Beste ist. Meine Familie ist indes auch zu der Überzeugung gekommen, dass ich die bisher beste Entscheidung meines Lebens getroffen habe. Der Hurrikan hatte am selben Tag zugeschlagen, an dem ich hätte fliegen sollen, und der HERR hat mich auf wunderbare Art vor ihm bewahrt. Das brachte meine Familie zum Umdenken.

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Ich legte mir ein eigenes Gärtchen an, um das ich mich früh morgens und spät abends kümmerte.

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Der Garten ist bepflanzt, der Zaun gestrichen.

Ich kam hierher, um am Bethany Medical Missionary College (BMM) zu arbeiten, aber meine erste Station war Siparuta. Obwohl ich eigentlich Natürliche Heilmittel am BMM unterrichten sollte, bat man mich nun an der Flugstation von Gospel Ministries International (GMI) in Guyana zu arbeiten. Zwar hatte ich noch nie Gefallen an Führungspositionen, aber ich wollte dem HERRN in jeder Aufgabe dienen, die er für mich vorgesehen hatte. Schließlich entschied ich mich, als Geschäftsführerin für Verwaltung und Finanzen in Siparuta zu bleiben. Sie brauchten dringend jemand, der fest in der Flugstation arbeitete und meinten, ich sei die richtige Person dafür, da ich Richard Lawrence nach meiner Ankunft ein paar Verwaltungsaufgaben abgenommen hatte. Ich liebe Gärten. Daher legte ich mir ein eigenes Gärtchen an, um das ich mich früh morgens und spät abends kümmere.

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Siparuta war meine erste Station. Auf dem Bild sind noch andere Missionare, die mich auf der Reise begleitet haben. Aber nur Diego Antonio (zweiter von links) blieb mit mir in Siparuta.

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Ich helfe auch als Gastgeberin für die Piloten und Missionare, die auf der Flugstation Zwischenstopp machen.

Zu meinen Aufgaben gehört die Versorgung verschiedener Projekte, Hilfestellung für Missionare, die zu den verschiedenen Projekten weiterreisen, und die Verwaltung aller Finanz- und Geschäftsberichte von Guyana Adventist Ministries and Services (GAMAS).

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Ich assistiere auch bei den Flügen der Redner. Hier zum Beispiel der vorläufigen Direktor von LIGHT Ministries in Mittelamerika Shanniel Fisher.

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Auch besuche ich die verschiedene Projekte, um mir ein Bild von den Bedürfnissen zu machen oder einfach Zeit mit den Missionaren zu verbringen.

Es macht mir große Freude für den HERRN zu arbeiten. Obwohl manchmal Schwierigkeiten auftreten, ist es so bereichernd, wie kaum etwas bisher. Denn ich weiß, dass ich für den HERRN und andere arbeite und mithelfe, sein Kommen zu beschleunigen.

Ich möchte dazu beitragen, dass das Werk des HERRN abgeschlossen werden kann, und ich will bereit sein, wenn er in Herrlichkeit kommt. Betet für uns. Wir beten für euch.

Gottes Segen

Unbenannt 9Valerie Jones
Verwaltungsleitung/Finanzdirektion/Flugkoordination

Tel: +5926088783
GAMAS.

Quelle: GMI Frontlines Mission Reports, 4th Quarter/2018

www.gospelministry.org
www.gmivolunteers.org

»Besser eine Kerze anzünden, als über die Finsternis fluchen«


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