Montag, 25 November 2019 – 08:21 Uhr

Regenbogen und Sabbat: Zwei Zeichen begegnen sich

Zwei Zeichen begegnen sich

Pixabay - cm_dasilva

… und laden zur Abkehr vom Sonnenkult ein. Von Edward Rosenthal

(In diesem Artikel vertiefe ich unter anderem Erkenntnisse meines Bruders Enrique über die Regenbogenwahrheit.)

Als die Überlebenden der Flut aus der Arche kamen, bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick: Die Erde war nur noch ein Zerrbild dessen, was sie einst war! Um ihnen wieder Hoffnung zu schenken, malte Gott den Regenbogen an den Himmel. Dieses Naturphänomen war bisher unbekannt und zeigte ihnen, dass Gott sie nicht vergessen hatte. Er war immer noch da. Seitdem ist der Regenbogen das Bundeszeichen zwischen Gott und dem Menschen. Doch viele haben die wahre Bedeutung des Regenbogens vergessen, verwässert oder ihn missbraucht, um ein neues Zeitalter ohne Gott oder eine falsche Liebe auszurufen.

Damit ein Regenbogen entstehen kann, sind zwei Komponenten notwendig: Sonne und Regen. Wenn die Sonnenstrahlen auf kleine Wassertropfen in der Erdatmosphäre treffen, erscheint der Regenbogen. Aber um ihn zu sehen, ist noch etwas anderes wichtig: Man muss der Sonne den Rücken kehren!

Im übertragenen Sinne gilt dies auch im geistlichen Bereich. Denn wo in irgendeiner Form der Sonnengott, der Sonnenkult oder der Sonnentag verehrt werden, wird ein echter Christ sich abwenden und dem ewigen Bund des Regenbogens treu bleiben. »Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst«, beginnt das vierte Gebot in 2. Mose 20, das uns den Sabbat, den siebten Wochentag, als von Gott geheiligt und gesegnet zeigt, als Tag, an dem Gott selbst ruhte uns zum Vorbild.

Achtung: Erblindungsgefahr!

Dass dieser Übergang von der wahren Anbetung zur Sonnenanbetung, ob in christlichem Gewand oder nicht, stattfinden würde, war demjenigen bekannt, der die Zukunft kennt. So wurde die Sonne zu einem der bekanntesten »Götter« der Menschheitsgeschichte. Deshalb erging schon vor über dreitausend Jahren die Warnung: »Dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebst und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Heer des Himmels anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen.« (5. Mose 4,19)

Hesekiel nennt uns nach einer Liste von Dingen, die Gott ein Gräuel sind, die aber von Gottes angeblichen Dienern begangen wurden, die Schlimmste aller Gräueltaten: die Sonnenverehrung! (Hesekiel 8,17) Wer zu lange in die Sonne am Himmel schaut, verliert sein Augenlicht. Wer die Sonne verehrt und vergöttert, wird ebenfalls blind – nur geistlich.

Gott wollte das verhindern, indem er den ersten Bewohnern der nachsintflutlichen Welt das Zeichen des Regenbogens gab. Es war, als wollte er uns allen sagen: Kehrt der Sonne den Rücken zu! Konzentriert euch auf den Regenbogen! Schaut auf den Schöpfer, der Himmel und Erde erschaffen hat, richtet euren Blick nicht auf die Schöpfung, die Sonne oder die Erde, Menschen oder Tiere.

Sabbat noch gültig

Himmel und Erde sind noch nicht vergangen, also ist das Gesetz noch in Kraft! Zu vielen Gelegenheiten betonte Gott die Wichtigkeit des Sabbatruhetages: nach der Schöpfung, nach der Flut, nach dem Exodus und am Kreuz, weil Jesus am Sabbat nach dem Gesetz im Tod ruhte. Am Sonntag dann begann er nach seiner Auferstehung eine neue Arbeitswoche, wie er es von Anfang an gehalten hatte. Jesus, der »Herr des Sabbats«, erfüllte das Gesetz, indem er den Ruhetag ans Kreuz mitnahm, um ihn dort mit sich zu erhöhen.

Er kam, um zu erfüllen, nicht um abzuschaffen. Weder Jesus noch seine Nachfolger hörten auf, den Sabbat zu halten. Sie heiligten ihn vielmehr auch weiterhin. Wenn sie es nicht mehr getan hätten und stattdessen den Sonntag gefeiert hätten, wäre dies in aller Munde gewesen! Das große Schweigen über einen Wechsel der Heiligkeit vom Sabbat zum Sonntag, besonders seitens der Christenverfolger, ist der klare Beweis dafür, dass eine solche Veränderung zu biblischen Zeiten nicht stattgefunden hatte. Denn sie hätten dies sofort und heftig kritisiert, weil sie ja nur darauf warteten, irgendetwas Kritikwürdiges zu finden!

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Sabbat nicht auch nach der »Feuerflut« erhöht werden wird. Auf der neuen Erde wird es kein Töten und kein Lügen mehr geben. Man wird nicht mehr andere Götter anbeten oder den Namen Gottes missbrauchen. Auch die Sabbatheiligung wird, wie schon heute, von Gottes Volk praktiziert werden. Deshalb ist das vierte Gebot das Einzige, das mit dem Wort »Gedenke« beginnt.

Der Sabbat in der Heilsgeschichte

  1. Am letzten Tag der Woche der Schöpfung hat Gott den Sabbat gestiftet, gesegnet, geheiligt und an ihm geruht. Adam und Eva waren Zeugen.

  2. Nach der Sintflut hat Gott den Sabbat zum ewigen Bund zwischen sich und den Menschen erhoben. Noah, seine Frau, seine Söhne und Schwiegertöchter waren Zeugen. Auch der Name Noah bedeutet Ruhe. Die »Wasserflut« wurde von einem Menschen überlebt, der den Namen »Ruhe« trägt.

  3. Nach dem Auszug aus Ägypten hat Gott den Sabbat als viertes Gebot der beiden Gesetzestafeln verkündigt. Die Israeliten, Gottes Volk, waren Zeugen.

  4. Nach der Rückkehr aus Babylon erneuerte Nehemia den Bund Israels mit Gott und verschaffte dem Sabbat wieder seinen Ehrenplatz.

  5. In der letzten Woche seines irdischen Lebens hat Jesus, der an einem Freitag gestorben ist, den Sabbat durch seinen Tod erhöht. Am Tag seiner Auferstehung, einem Sonntag, begann er wieder zu arbeiten, so wie es seiner Gewohnheit entsprach, die sich nach seinem heiligen Gesetz richtete. Die man später als Christen bezeichnete, waren Zeugen.

  6. Nach dem Feuersee wird Gott erneut den Sabbat zum ewigen Bund zwischen sich und den Menschen erheben. Wer die Trübsal durchlebt hat, wird Zeuge sein. Wie die »Wasserflut« von Noah überlebt wurde, der den Namen »Ruhe« trug, so wird auch die »Feuerflut« von einer Menschengruppe überlebt, die die Wahrheit der Sabbatruhe in ihrem Namen tragen wird.

  7. Nach der Wiederherstellung der Welt wird der Sabbat weiterhin der Tag der Anbetung sein. Gott selbst sagt uns: »Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der HERR, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.« (Jesaja 66,22.23) Alle lebenden und denkenden Wesen werden Zeugen sein.

Alle Überlebenden werden den Frieden erhalten, den Noah nach der Verheißung seines eigenen Namens erlebte. Sie werden in die wahre Ruhe eintreten, nach der sich Generationen sehnten. Denn die Entschlafenen werden auferstehen wie der Messias selbst nach seiner Kreuzigung und werden mit den Lebenden zu Gott entrückt werden, wie einst Henoch, dem der einzig Unsterbliche Unsterblichkeit gegeben hat. Gott gibt denen Unsterblichkeit, die sich entschieden haben, sie aus Gnade durch Glauben und Gehorsam zu empfangen.

Wasserflut und Feuersee

Jesus sagt uns nun in Lukas 17,26, dass die Endzeit der Zeit Noahs gleichen wird. Himmel und Erde werden wieder vergehen, wie damals in der Flut, aber Gottes Wort bleibt. Die Wurzeln des Bösen überlebten die Flut, aber im Feuersee werden sie brennen und verzehrt werden, als hätten sie nie existiert. Deshalb ist die verbreitete Vorstellung von der Hölle falsch. Eine ewige Hölle würde ja ein ewiges Fortbestehen der Sünde bedeuten. So wie die Wasserflut nicht ewig dauerte, wird auch der Feuersee nicht ewig sein.

Noch einmal wird der Messias herabkommen, um dem sterblichen, bedrückten und verzweifelten Volk Ruhe zu geben. Diesmal als König und Retter. Und als Erneuerer der Welt und des Himmels, die nach der Ära der Sünde nun schöner sein werden als je zuvor.

Was erwartet uns anstelle des siebenfarbigen Regenbogens nach dem Feuersee? Auf alle, die der Sonne, ihrem Kult und dem falschen Ruhetag den Rücken gekehrt haben? Auf alle, die sich durch Wasser haben von aller Sünde reinigen lassen und dadurch der Wasserflut entronnen sind? Auf alle, die im Feuer des Schmelzers geläutert wurden und dadurch vor dem Feuersee gerettet wurden?

Es kann nur etwas sein, das den Sabbat erhöht! Etwas, das Gottes heiliges und ewiges Gesetz verkündet! Etwas, das seinen Charakter widerspiegelt! Wahrscheinlich wieder etwas mit der Zahl sieben, wahrscheinlich ein neues Naturphänomen, das deutlich machen wird, dass die Erde und ihre Bewohner nie wieder durch Feuer zerstört werden, so wie der Regenbogen eine Verheißung dafür war, dass sie nie wieder durch Wasser zerstört würden!

Vor Anker gehen

Nur Sabbathalter überlebten die Sintflut, und die letzten Tage werden wie zur Zeit Noahs sein. Also kann die Bedeutung des Sabbat-Themas nicht zu wenig betont werden. Denn der Sabbat ist eigentlich so etwas wie ein Anker der Ruhe im Sturm. Der Herr des Sabbats, hat ihn für uns gemacht, nicht uns für den Sabbat!

Die aus der Arche kamen, hatten den Rücken der Sonne und ihre Augen dem Regenbogen zugewandt. Auch wir können uns so positionieren, dass wir nach den letzten Ereignissen und der bevorstehenden großen Trübsalszeit das Zeichen des Bundes sehen werden. Dann schenkt uns Jesus, unser Erlöser, Ruhe durch den Heiligen Geist, unseren Tröster.

Dann ist alle Sünde, die Gott übergeben wurde, vom Feuer seiner Liebe verzehrt worden. Alles Böse, was ihm nicht übergeben wurde, hat im Feuersee sein Ende gefunden. Das Glück des Universums ist wiederhergestellt. Die Ewigkeit kann beginnen!


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