• Sich um Jesus »kümmern«: Perspektivenwechsel

    Perspektivenwechsel

    Adobe Stock - Simon Dannhau

    Als Mutter Herausforderungen meistern. Von Shayla Neblett

Freitag, 17 April 2020 – 07:50 Uhr

Es geht nicht ohne Tankstelle: Nur eins!

Nur eins!

Adobe Stock - Halfpoint

Mütter im Stress. Von Natasha Dysinger

Man sollte meinen, wenn man ein Leben lang mit einer Bibelgeschichte vertraut ist, haut sie einen nicht mehr um. Irgendwann müsste sie ja eigentlich ihre tadelnde Wirkung verloren haben.

Aber nein!

Ich kann nur tief seufzen, wenn ich die Worte lese:

»… Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not.« (Lukas 10,41.42)

Nur eins, ne? Schon klar!

Und was ist mit der gestressten Mama, der der ungestüme, einjährige Goldschatz überall in die Quere kommt oder der, sobald er müde ist, auf den Arm will (kein Zureden, kein Spielzeug, kein Vorsingen, kein Tragesäckchen, nichts davon, nein!! Einfach nur auf den Arm!)?

Was ist mit dem Frühstück für Mann und besagten Zwerg (der jetzt so tut, als hätte er noch nie etwas bekommen, er hat ja SOLCHEN HUNGER)? Was ist mit dem Hausputz, dem Wäscheberg, dem vor E-Mails überquellenden Postfach, den 85 unbeantworteten Nachrichten (keine Übertreibung, fragt meine Freunde)?

Was ist mit einem Gewerbe, das wie ein zweites Kleinkind nach mir schreit? Was mit den Finanzen und den Arztrechnungen? Und, ach ja: Meine Hausärztin hat mich zum Labor überwiesen, und ich versuche, das gebacken zu kriegen und mich mit dem aufgeregten kleinen Patienten ins Auto und zum Labor zu befördern – während oder nachdem Corona "durch" ist.

Genau. Mehr als nur das. Ich könnte die Liste fortsetzen und muss sagen: Vieles fühlt sich für mich durchaus notwendig an. Außerdem können die Nächte ganz schön kurz sein, dann werde ich müde (Eilmeldung!) und mit der Zeit zu Jesu Füßen wird's knapp.

Zugegeben, manchmal werde ich schon beim Nachdenken etwas … ich denke nicht gerade … nervös … aber vielleicht doch etwas … unruhig.

Trotzdem nur eins? Nur eins ist not?

Nur eins.

Aber schau mal: Martha hatte doch was Wichtiges am Laufen - was ist mit dem Essen für den Schöpfer, Meister und Himmelsprinzen? (Nur ein bisschen Stress?) Was soll sie denn tun? Alles fallen lassen, ihm nichts auftischen? Ist das nicht notwendig?

Anscheinend nicht. Jedenfalls nicht so, wie sie dachte.

Nur eins. Bewundernd zu Jesu Füßen sitzen. Ihn lieben, zuerst, zuletzt, am meisten, immer. Und seinen Worten lauschen, wie ein Verdurstender Wasser trinkt.

Das ist das einzig Notwendige.

Tust du das, so kann dir niemand das Erhaltene wieder nehmen.

Kein Einjähriger, kein Gewerbe, kein Haus, keine Mails, kein Geld, keine Nachrichten noch irgendetwas sonst unter dem Himmel (Römer 8,39).

Nur eins ist not. Das Einzige, was man dir niemals nehmen kann.

Life Worth Living, 20. März 2020


Mehr auf HOFFNUNG WELTWEIT

Jüdisches Vertrauen: Lass deine Sorgen los!
Psychologie in der Gemeinde: Das Spiel mit dem Verborgenen des Herzens
Radar einschalten: Gott flüstert dir zu
Überlebender eines Schicksalsschlags erzählt – Unleugbar (Teil 7) : Im Dunkel der Nacht
Die verlorene Kunst, ein Held zu sein: Warum kommen wir kaum voran?
Natürliche Heilmittel: Neue Kraft für das Immunsystem
Überlebender eines Schicksalsschlags erzählt – Unleugbar (Teil 15): Einfühlungsvermögen
Das Feuer des Schmelzers: Die Hitze ertragen
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Unsere Datenschutzerklärung