Montag, 06 Mai 2019 – 08:30 Uhr

Leistungsfähig und effizient: Was Vitamin B12 mit unserem Energielevel zu tun hat

Was Vitamin B12 mit unserem Energielevel zu tun hat

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Gottes Gesetzmäßigkeiten schenken Lebensenergie auf mehr als wundersame Weise. Von Patricia Rosenthal

Ohne Energie kein Leben. Klar! Wir atmen, schaffen, tüfteln, singen. Wir leben! Für uns ist das ganz normal. Aber woher kommt eigentlich die Energie, die wir dafür verbrauchen? Und warum können wir sie nutzen? Gibt es womöglich Gründe, wenn wir uns chronisch müde und schlapp fühlen? Und was können wir dagegen tun?

Woher kommt unsere Körperenergie?

Wir Menschen haben einen sogenannten Energiestoffwechsel (auch Betriebsstoffwechsel genannt). Damit bezeichnet man den Teil des Stoffwechsels von Lebewesen, der der Gewinnung von Energie dient, im Gegensatz zum Baustoffwechsel, der für den Aufbau von Körperbestandteilen sorgt und Energie verbraucht. Um Energie zu gewinnen, werden bei der chemotrophen Energiegewinnung – also beim Menschen – chemische Stoffe umgesetzt, anders als bei der phototrophischen Energiegewinnung. Da geschieht das Ganze durch Licht.

Dieser Prozess ist abhängig von vielen, sehr komplexen, in sich verwobenen und voneinander abhängigen Vorgängen, und natürlich auch von verschiedenen Stoffen. Fehlt irgendetwas davon, ist das wie Sand im Getriebe. Es geht einfach nicht richtig vorwärts.

Stellen wir uns einmal vor, wir essen einen Apfel oder ein Stück Vollkornbrot. Enzyme zerlegen die Nahrung in ihre Bestandteile: Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Diese nimmt das Blut dann huckepack und bringt sie in die Zellen, genauer gesagt: in die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke des Körpers. Dort werden vor allem Kohlenhydrate (Glukose), aber auch Fettsäuren mithilfe von Sauerstoff in Energie umgewandelt.

Diese Energie kann der Körper aber so noch nicht verwenden. Sie wird zuerst in einem Molekül gespeichert: Adenosintriphosphat, oder kurz: ATP. ATP bringt die Energie dorthin, wo sie gerade gebraucht wird – zu den Muskeln, zu den Verdauungsorganen, zum Gehirn. Und das spüren wir: Wir laufen, lächeln, lieben und leben.

Aber was hat das alles mit Vitamin B12 zu tun?

B12 und das Blut

Wie ein Güterzug auf Bahngleisen, so ist unser Blut. Die Wagons sind die roten Blutkörperchen und die Waren Sauerstoff und Nährstoffe, die von den Lungen und vom Darm zu unseren kleinen Energiekraftwerken, den Mitochondrien, transportiert werden. Je mehr Wagons, desto größer der Warenverkehr und damit auch der Umsatz.

Um rote Blutkörperchen zu bilden, braucht der Körper unter anderem eine bestimmte Form von Vitamin B12: Methylcobolamin. Denn es spielt eine wichtige Rolle in der Zellteilung und der Synthese neuer DNA. Kein Wunder also, wenn es bei einem B12-Mangel nicht so richtig vorwärts geht. Es fehlt schlichtweg an Wagons auf unseren Adergleisen.

B12 und die Mitochondrien

Hat es unser Güterzug bis zu den Zellen geschafft, stellt sich eine neue Herausforderung. Die Energie aus der Nahrung muss den Zellen zugänglich gemacht werden. Denn reiner Zucker nützt den Muskeln so erstmal gar nichts. Sie brauchen die Energie in anderer Form. Und dafür gibt es die Mitochondrien.

Mitochondrien sind winzige Bestandteile der menschlichen Zelle und funktionieren wie kleine Chemiekraftwerke. Dort werden die aus der Nahrung gewonnenen Verdauungsprodukte im sogenannten Citratzyklus in kleine Energiepakte umgewandelt: ATP.

ATP

Adenosin-tri-phospat besteht aus dem, was der Name schon sagt: Adenin (eine stickstoffhaltige Base), Ribose (5-Kohlenstoffzucken) und drei anorganische Phosphatgruppen. Reagiert ATP mit Wasser, wird eine Phosphatgruppe abgespalten und es entsteht Adenosin-di-phospat (ADP) und Phosphat. Bei dieser Abspaltung wird Energie freigesetzt, also genau das, was wir spüren und erleben: Lebensenergie.

ATP+H2O –> ADP+(P)∆G = -30,5kJ • mol

Dieser Prozess geschieht ständig in unseren Zellen und in nicht geringen Mengen. Pro Sekunde und arbeitende Muskelzelle werden 10 Millionen ATP-Moleküle verbraucht! Bei anstrengender Muskelarbeit braucht die Muskelzelle ihren Vorrat in wenigen Sekunden auf.

Um nun ATP herzustellen sind verschiedene chemische Schritte notwendig: der Citratzyklus. Stoffe werden umgewandelt, genutzt, durch ihre Nutzung verändert und wieder weiter verwendet. Zum Schluss entsteht ATP. Und damit das klappt, ist Vitamin B12 als ein kleines, aber wichtiges »Rädchen« in diesem komplexen Chemie-Getriebe unentbehrlich. Aber nicht nur das.

Kreatin, Carnitin und Coenzym Q10

Für die Energieversorgung des Körpers sind außerdem drei Stoffe besonders wichtig: Kreatin, Carnitin und Coenzym Q10. Kreatin ist daran beteiligt, ADP wieder mit Energie »aufzuladen«. Carnitin bindet Fettsäuren an sich und schleust sie in die Mitochondrien, um dort zu Energie verstoffwechselt zu werden. Und Coenzym Q-10 wird gebraucht, um ATP herzustellen. Um diese drei zu synthetisieren, braucht der Körper bei einem wichtigen Zwischenschritt Methylcobalamin – dieses und kein anderes.

Vitamin B12 – kleiner Helfer, große Wirkung

Sind wir müde und schlapp, kann das viele Gründe haben: Nährstoffmangel, Giftbelastungen oder Infektionen sind einige davon. Es kann aber auch »nur« ein Mangel an diesem einen unscheinbaren Universalhelfer sein: Vitamin B12.

Aber Achtung! Ein Leistungsabfall lässt sich natürlich nicht durch ein oder zwei Vitamin-B12-Gaben beheben, denn Vitamin B12 ist keine Droge wie Kaffee, sondern ein Nährstoff. Bei längerer, regelmäßiger Einnahme spürt man die Wirkung allerdings deutlich, denn es stabilisiert und erhöht das Energieniveau langfristig.

Gottes Zauberstab

Und das Beeindruckende dabei ist: Gott schenkt Lebensenergie! Aber er stellt sie nicht mit dem Zauberstab bereit, sondern über ganz natürliche, sehr komplexe, fein abgestimmte chemische Prozesse. Und damit doch irgendwie auf ganz wundersame Weise.

Quellen und Links: www.vitaminb12.de/vitamin-b12-und-energie; www.brain-effect.com/magazin/atp-adenosintriphosphat; www.wikipedia.org; https://flexikon.doccheck.com/de/Citratzyklus; www.lernhelfer.de


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