• Schattenseiten des Stadtlebens: Im Sog der Masse

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    Einladend und doch tödlich. Von Kai Mester

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Freitag, 16 April 2021 – 07:28 Uhr

Schattenseiten des Stadtlebens: Im Sog der Masse

Im Sog der Masse

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Einladend und doch tödlich. Von Kai Mester

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Bietet die Stadt nicht unendlich viele Freiheiten und Möglichkeiten? Gerade durch die Anzahl ihrer Bewohner kann man nirgendwo so optimal Arbeitsteilung praktizieren wie in der Stadt. Daher ist es möglich, dass man sich ganz auf das spezialisiert, was einem am meisten Spaß macht oder womit man am meisten Geld verdient. Die unangenehmeren Arbeiten etwa kann man in Auftrag geben. So bleibt viel Zeit für Vergnügungen, Spiele und Partys, für Bildung und Kultur, für Mode und Luxus.

Genügend Gleichgesinnte für den Niedergang

In der Stadt finden sich auch immer genügend Gleichgesinnte für meine ganz persönlichen Neigungen und Ambitionen. Las Vegas, San Francisco, Hollywood, Rio de Janeiro, New York City, viele Städte oder Stadtteile haben sich durch ihren unkonventionellen Lebensstil einen Namen gemacht. Doch sexuelle Freizügigkeit, Kriminalität und Korruption sind in Wirklichkeit ein besonderes Merkmal aller Großstädte, ebenso wie Drogen und Prostitution.

Das Risiko der Ausbeutung

Der ganze Wettkampf um den größten Vorteil, den größten Lustgewinn, das meiste Geld, die höchste Anerkennung kann nur erfolgreich sein, wenn eine breite Schicht benachteiligt wird. Ganz unten in der Erfolgspyramide befinden sich die Schwachen, Kranken, Behinderten, Armen, die Ausgebeuteten, Misshandelten, Missbrauchten, oft auch Kinder und Frauen, Angehörige bestimmter Volksgruppen, Flüchtlinge und man könnte die Liste fortsetzen.

Kein Wunder, dass die Stadt einen idealen Nährboden für Streiks und Unruhen bietet. Denn irgendwann ist das Maß voll und das Fass läuft über. Der Stadtbewohner nimmt diese Risiken in Kauf. Denn das vielfältige Angebot der Metropolen ist einfach zu verlockend: die Einkaufsmöglichkeiten, die medizinische Versorgung, der Anschluss an die Strom- und Wasserversorgung.

Von der Verwundbarkeit der Stadt

Wie sensibel die menschliche Technik ist, sehen wir immer wieder, wenn Naturkatastrophen, Terrorakte und Kriege über eine Stadt hereinbrechen. Die dichte Besiedlung einer Stadt macht sie besonders verwundbar. Terroristen können hier mit relativ geringem Aufwand den größten Schaden anrichten. Aber auch militärische Erfolge sind nur durch gezielte Schläge gegen die Städte eines Landes zu erzielen.

Sobald bei einer Katastrophe der Versorgungsnachschub zum Erliegen kommt, bleiben die Regale in den Kaufhäusern leer. Bricht die Strom- und Wasserversorgung zusammen, so drohen Seuchen auszubrechen, die sich in Städten rasend schnell ausbreiten. Nirgendwo ist der Weg zum nächsten Krankheitswirt kürzer als in der Stadt. Hunger und Durst treiben die Menschen schließlich zum Wahnsinn. Plünderungen, Raub und Mord greifen um sich. Auch ist es teilweise unmöglich, eine Stadt im Katastrophen- oder Kriegsfall noch zu verlassen.

Wie tief kann man sinken?

Die Bibel prophezeite das Szenario schon vor über 3000 Jahren: »Dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat – in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind bedrängen wird. Der verweichlichtste und verwöhnteste Mann bei dir wird dann missgünstig auf seinen Bruder blicken und auf seine geliebte Ehefrau und auf den Rest seiner Kinder, die er übrig behalten hat, so dass er keinem von ihnen etwas von dem Fleisch seiner Kinder gibt, das er essen muss, weil ihm nichts übriggeblieben ist in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind in allen deinen Toren bedrängen wird. Auch die verweichlichtste und verwöhnteste Frau unter euch, die so verweichlicht und verwöhnt ist, dass sie nicht einmal versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, die wird missgünstig auf ihren geliebten Ehemann und ihren Sohn und ihre Tochter blicken und auf ihre Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und auf ihre Kinder, die sie gebiert; denn sie wird dieselben vor lauter Mangel heimlich essen in der Belagerung und Bedrängnis, mit der dich dein Feind in deinen Toren bedrängen wird.« (5. Mose 28,53-57)

Diese Prophezeiung hat sich in der Geschichte Israels bereits dreimal erfüllt: Bei der Belagerung Samarias im 8. Jahrhundert v. Chr. (1. Könige 6,26-29), bei der Belagerung Jerusalems durch Nebukadnezar im 6. Jahrhundert v. Chr. (Klagelieder 2,20; 4,10) und durch Titus im 1. Jahrhundert n. Chr.

Lebensqualität und Freiheit

Zu erwähnen ist auch noch, dass Lärm und Umweltverschmutzung die Lebensqualität der Stadt auch in Zeiten des Friedens und Wohlstands beeinträchtigen. Zudem ist man nirgendwo so vielen Regulierungen und Gesetzen unterworfen wie in der Stadt. Wer sich nicht allen Auflagen fügt, kann theoretisch schnell bedrohlichen Wirtschaftssanktionen ausgesetzt sein oder gar seine Kaufberechtigung völlig verlieren.

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