• Adventisten heute, gelesen im August 2019 (Teil 5): Quo vadimus? Thema Homosexualität

    Quo vadimus? Thema Homosexualität

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    Wohin steuern wir als Gemeinde in Deutschland? Von Kai Mester

Freitag, 06 September 2019 – 18:03 Uhr

Adventisten heute, gelesen im August 2019 (Teil 3): Quo vadimus? Thema Frauen

Quo vadimus? Thema Frauen

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Wohin steuern wir als Gemeinde in Deutschland? Von Kai Mester

Eine dritte Aussage in der Zeitschrift adventisten heute hat meine Aufmerksamkeit erregt. Sie fand sich in einem anonymen Leserbrief zu einem Artikel aus der Juniausgabe mit dem Titel:

Das Weib soll schweigen …

»Ich ahmte den Kollegen nach, der meine Kommentare jedes Mal in ›Männersprech‹ übersetzt hatte: verzichtete auf jeden praktischen Bezug, auf jeden Anklang von Emotion und ersetzte jede persönliche Betroffenheit durch ein sachliches ›man‹, weil mir aufgefallen war, dass Männer tatsächlich ganz anders über ein Thema reden als Frauen. Doch auch das half nichts. Es brauchte stets einen ›Mann‹, der das, was ich gesagt hatte, wiederholte (als wäre das alles seine Idee gewesen), damit die Gedanken einer Frau der Betrachtung ›gewürdigt‹ wurden.« (Anonym auf Seite 16)

Die Kulisse für dieses Erleben waren die Morgenandachten in einer adventistischen Institution, der Zeitraum viele Jahre. Die Betroffene, eine Mitarbeiterin, die sich anders als die anderen 15 Kolleginnen traute, sich ins Gespräch der 25 männlichen Kollegen mit einzubringen.

Kann es sein, dass wir alle, Adventisten und Adventistinnen, das gleiche menschliche Problem haben? Wir hungern nach Aufmerksamkeit und mindestens gleichberechtigter Würdigung.

Meine provokante Frage ist: Steht diese Sehnsucht der Erfüllung unseres Auftrags vielleicht mehr im Wege, als wir uns bewusst sind? Würden wir zum größeren Segen in dieser Welt sein, wenn wir mit solchen Widrigkeiten von vorne herein rechneten, sie geradezu willkommen hießen, um sie liebevoll zu übergehen? Lassen wir uns von den Debatten dieser Zeit, die sich über solches Verhalten echauffieren, emotional blockieren für das, was Gott durch uns tun könnte, wenn wir zwischenmenschlich stärker zusammenrückten? Würden wir eine neue Lebensqualität erleben, wenn wir uns im Geist der Vergebung begegneten, vom andern nichts erwarteten, sondern über seine blinden Flecken geflissentlich hinwegsähen?

Es war in diesem Sinne, dass Paulus schrieb: »Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen … Desgleichen sollt ihr Frauen euch euren Männern unterordnen, damit auch die, die nicht an das Wort glauben, durch den Wandel ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden.« (1. Petrus 2,18; 3,1) Er schrieb es nicht, weil er die Sklaverei oder die Diskriminierung der Frau guthieß.

Quo vadimus, liebe Geschwister? Wohin gehen wir? Gehen wir in ein Leben der Schwäche oder des Selbstmitleids, weil uns die Anerkennung fehlt? In ein Leben der Resignation, der Angepassheit, des Mainstream, des Status quo, weil wir uns emotional blockieren lassen für Gottes Auftrag? Oder gehen wir in ein Leben der Kraft zum Kreuztragen, der Hoffnung auf Rettung unserer Feinde, der Freiheit von der Verunsicherung durch das, was andere über uns denken, des Selbstwerts in Jesus, der uns zu Miterben, Königen und Priestern gemacht hat, in ein Leben des begeisterten Kampfes für Gottes Reich, ein Leben der Fülle?

»Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.« (Johannes 10,10)


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